"Der Feind in meinem Bett" könnte durchaus ein Kissen sein. Seit den 30er Jahren weiss man, daß in Kissen bis zu 16 verschiedene Pilzarten hausen. Forscher der Universität Manchester haben nun zehn unterschiedliche Kissen, je 5 synthetische und 5 Federkissen mit einem Benutzungszeitraum von 18 Monaten bis zu 20 Jahren, auf ihren Pilzbefall hin untersucht, und fanden zwischen 4 und 16 verschiedene Pilzarten in den Kissen vor.
Die mikroskopisch kleinen Gewäche gedeihen auf menschlichen Hautschuppen und dem Kot von Staubmilben. Insbesondere in synthetischen Kissen, gern auch als Allergikerkissen bezeichnet, fanden sie
Aspergillus fumigatus. Dieser Pilz besiedelt bevorzugt Lungen und Nebenhöhlen, wo er Infekte auslöst. Er kann vor allem Asthma verstärken und bei Leukämiepatienten Infektionen des Knochenmarks hervorrufen. Aber auch Brot- und Bierhefen sowie Pilze, die normalerweise an feuchten Wänden hausen, wurden gefunden.
Der Leiter der Untersuchung, Professor Ashley Woodcock, sagte, man habe es bei Kissen quasi mit Miniatur-Ökosystemen zu tun.
Asthmapatienten raten die Forscher, ihre Kissen regelmässig desinfizieren zu lassen oder zu erneuern, und dabei vorzugsweise Synthetikkissen gegen Federkissen einzutauschen.
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