Medizinerlatein - Deutsch / Deutsch - Medizinerlatein
Hallo,
nach langer Zeit mal wieder etwas von der "Front".
Leider finde ich immer nur wenig Zeit mich an den Computer zu setzen, da die meiste Zeit mit Schlafen oder Füße hochlegen verbracht wird.
Wie schon seit langem angekündigt, werde ich heute mal ein paar Krankheitsfälle, Äbkürzungen und Untersuchungen erklären, so dass es auch jeder verstehen kann. Da ich ja zur Zeit in der Neurochirurgie arbeite, wende ich mich auch gleich den entsprechenden Erkrankungen zu.
nach langer Zeit mal wieder etwas von der "Front".
Leider finde ich immer nur wenig Zeit mich an den Computer zu setzen, da die meiste Zeit mit Schlafen oder Füße hochlegen verbracht wird.
Wie schon seit langem angekündigt, werde ich heute mal ein paar Krankheitsfälle, Äbkürzungen und Untersuchungen erklären, so dass es auch jeder verstehen kann. Da ich ja zur Zeit in der Neurochirurgie arbeite, wende ich mich auch gleich den entsprechenden Erkrankungen zu.
lumbal (Abk. lum.)
Lumbal bedeutet zu den Lenden gehörend. Dieser Bereich umfasst die 5 Lendenwirbel die über dem Kreuzbein sitzen. Sprich es liegt etwas über dem Poansatz.
cervikal (Abk. cerv.)
Cervikal umfasst den Bereich der Halswirbel.
thorakal (Abk. thor.)
Thorakal meint den Thorax also den Brustbereich und umfasst somit alle 12 Wirbel zwischen den 7 Halswirbeln und den 5 Lendenwirbeln.
SKS - Spinalkanalstenose
Eine Spinalkanalstenose ist übersetzt eine Wirbelkanalverengung. Diese kann lumbal, thorakal oder cervikal vorkommen. Dabei kann es durch Veranlagung oder/und verschleißbedingt zu einer Verengung des Kanals kommen. Zum Beispiel können sich die Wirbelbogengelenkfortsätze durch Arthrose in den Wirbelkanal hineinarbeiten und dort zu Verengungen führen. Diese werden dann in einem Eingriff entfernt und somit kann die Verengung aufgehoben werden.
Symptome sind natürlich Schmerzen, da der Wirbelkanal die Nervenstränge bündelt. Im lumbalen Bereich treten Gehstörungen auf, Schweregefühle in den Beinen, Taubheitsempfinden, Kribbeln, Lähmungen und Blasen- und Mastdarmstörungen. Cervikal lassen sich die Symptome auch auf die Arme übertragen und zusätzlich kann es auch zu Kopfschmerzen führen.
Da diese Erkrankung teilweise nur recht schwer zu diagnostizieren ist, rate ich Betroffene mit ähnlichen Schmerzen und Symptomen sich nicht nur an ihren Hausarzt und/oder Orthopäden des Vertrauens zu wenden, sondern auch einen anderen Orthopäden zu Rate zu ziehen und auch einmal einen Orthopäden einer Klinik zu besuchen. Das soll sicherlich nicht die Kompetenz ihrer Orthopäden in Frage stellen, nur sehen Klinikärzte oftmals mehr derartige Fälle, oder ein anderer Orthopäde hatte einen ähnlichen Fall und kann die richtige Diagnose erstellen und eine entsprechende Behandlung einleiten.
Gefahren bei der operativen Behandlung bestehen darin, dass im Vornherein schon zu lange gewartet wurde. Dadurch lassen sich bestehende Symptome nicht immer komplett durch eine Operation beheben. Während der OP kann natürlich das Rückenmark verletzt werden, da der Eingriff in unmittelbarer Nähe dazu stattfindet. Weiterhin können Blutungen im Wirbelkanal, Infektionen, Verletzungen an umgebenden Strukturen sowie weitere Störungen auftreten.
Nach der Operation können (je nach Alter und Verfassung des Patienten) 1-3 Tage Schmerzen auftreten, welche auch die Bewegung einschränken. Jedoch werden Betroffene am 1. Post-OP-Tag (sprich ein Tag nach der Operation) von Krankengymnasten mobilisiert und ihnen das richtige Bewegen beigebracht.
In den ersten Tagen nach der OP können die Patienten bereits wieder sitzen, stehen/gehen oder liegen.
An Medikamenten erhalten die meisten Patienten vor und/oder nach der Operation Cortison zur Entzündungshemmung, Schmerzmittel, Anti-Thrombose-Spritzen sowie Bedarfsmedikamente wie Kalzium, Abführmittel, Insulin und ähnliches. Erkundigen sie sich bei den Ärzten und Krankenschwestern, falls sie dazu genauere Fragen haben.
Bei guter Allgemeinverfassung ist eine Entlassung nach ca. 5 Tagen nach der OP möglich, ist jedoch von der Mobilität und Schmerzfreiheit der Patienten abhänging. In fast allen Fällen folgt nach dem Krankenhausaufenthalt eine mehrwöchige Reha um Schonhaltungen abzutrainieren und das richtige Bewegen sowie das trainieren der Muskulatur zu erlernen.
BSV - Bandscheibenvorfall
Ich denke, diese Art der Erkrankung ist recht bekannt und auch am Verbreitesten. Diese Erkrankung kann ebenfalls Hals, Brust und Lenden betreffen. Dabei reißt das Faserringgeflecht der Bandscheibe und der Gallertkern drückt auf den Wirbelkanal, bzw. der Inhalt des Gallertkern läuft aus und drückt auf die Nerven.
Symptome sind Schmerzen in den naheliegenden oder sämtlichen Extremitäten sowie Kribbeln und Taubheitsgefühle in Beinen oder/und Armen. Eine Schwächung der Muskulatur ist ebenfalls ein mögliches Symptom, wie auch Blasen- und Mastdarmstörungen.
Natürlich versucht man - wie überall - erst einmal eine konservative Methode, sprich Bettruhe, Medikamente oder Krankengymnastik. Hilft dies jedoch nicht, kann es zur Operation führen, wo das verrutschte Bandscheibengewebe entfernt wird, um den Druck vom Wirbelkanal/Nerv zu nehmen. Sollten Teile des Gallertkerns locker sein, werden auch diese entfernt, um ein nachrutschen zu verhindern.
Gefahren bei der Operation sind die selben wie bei der SKS. Auch hier wird in der Nähe des Rückenmarks gearbeitet und Verletzungen an diesem sind möglich, sowie Infektionen, Blutungen, verbleibende Störungen im Gangbild und ähnliches. Wurde auch hier zu lange mit einer Behandlung gewartet können natürlich Schäden zurückbleiben. Daher gilt auch hier: Wenn der Hausarzt und der ansässige Orthopäde nicht schnell eine Linderung verschaffen können, scheuen Sie nicht den Weg in die Klinik.
Auch nach dieser OP können einige Tage vergehen, bis man komplett Schmerzfrei ist. Auch hier wird man bereits ein Tag nach der Operation von Krankengymnasten mobilisiert. Jedoch ist in der ersten Zeit nach dem Eingriff das Sitzen nicht erlaubt. Die Mobilität beschränkt sich auf das Stehen, Gehen und Liegen. Wer sich nun fragt, wie man vom Stehen ins Liegen ohne sitzen kommen soll, hat natürlich Recht. Aber auch hier bekommt man eine richtige Anleitung vom schnellen Übergang in die beiden Lagen und wie diese am Schmerzfreiesten zu bewältigen ist.
Bei Medikamenten und Entlassung verhält es sich wie bei der Spinalkanalstenose.
Leider bedeutet eine Operation nicht immer eine endgültige Heilung. Ein erneuter Bandscheibenvorfall tritt sehr häufig auf und wird als rezidiv bezeichnet. Grund sind entweder das Narbengewebe oder eine andere Bandscheibe. Jedoch können auch andere Erkrankungen sein, die die selben Symptome hervorrufen, wie zum Beispiel die SKS, Lockerung der Wirbelsäule oder Reizungen der Wirbelbogengelenke.
Myelographie / Myelo-CT
Dies ist eine Untersuchung die der Computertomographie (CT) und der Magnetresonanztomographie (MRT) etwas nachsteht. In den meisten Fällen wird die Myelo nur noch genutzt, wenn CT- und MRT-Bilder keine klaren Ergebnisse bieten oder eine genaue Lokalisation des Schadens vorgenommen werden muss.
Vor der Untersuchung sollten mindestens 2 Stunden vorher nichts festes gegessen werden. Trinken ist erlaubt, jedoch sollte auf Milch, Alkohol und Zigaretten verzichtet werden.
Hierbei wird Kontrastmittel entweder in den Lendenwirbelbereich (bei lumbalen Beschwerden), Halsbereich (bei thorakaler Schmerzen) oder unterhalb des Hinterhauptes (bei Schmerzen ab dem Nacken) mit einer Spritze in den Wirbelkanal vorgeführt.
Als erstes entnimmt der behandelnde Arzt mit der Spritze wenige Milliliter Flüssigkeit (Hirnwasser oder auch Liquor gennant) welche sich im Wirbelkanal befindet. Danach spritzt er das Kontrastmittel in den Wirbelkanal ein. Keine Bange: Gepiekt wird nur einmal. Die Nadel bleibt solange drin und nur die Spritze wird gewechselt, so dass nur ein Stich notwendig ist. Danach werden dann von dem entsprechenden Bereich Röntgenaufnahmen oder Computertomographie-Aufnahmen (Myelo-CT) gemacht. Der Stich wurde mir als sehr unangenehm und schmerzhaft von Patienten beschrieben.
Nach dieser Untersuchung besteht erst einmal Bettruhe für den Patienten. Je nach Zustand kann das ca. 6 Stunden andauern. Weiterhin muss der Patient ca. 5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, um das Kontrastmittel so schnell wie möglich aus dem Körper abzuführen. Dies wird gemacht um die Nebenwirkungen so minimal wie möglich zu halten.
Diese Nebenwirkungen sind in der Regel (meist bei nicht genügender Flüssigkeitsaufnahme nach der Untersuchung) starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Frösteln, Krämpfe oder Muskelzuckungen. Auch hier kann es zu leichetem Wundschmerz, Infektionen an der Einstichstelle, allergische Reaktionen, Entzündungen und/oder Einblutungen des Rückenmarks und weiterem kommen.
Aber auch wenn die Flüssigkeitszufuhr nach der Untersuchung stimmte, kann es schnell zu Übelkeit und Erbrechen führen. Dies ist nach meinen Erfahrungen auch schon direkt nach der Untersuchung möglich, da die meisten Patienten erst auf Station die Möglichkeit bekommen viel zu trinken.
So, dass war es erst einmal für den Anfang.
Bis bald und bleibt mir gesund!
Lumbal bedeutet zu den Lenden gehörend. Dieser Bereich umfasst die 5 Lendenwirbel die über dem Kreuzbein sitzen. Sprich es liegt etwas über dem Poansatz.
cervikal (Abk. cerv.)
Cervikal umfasst den Bereich der Halswirbel.
thorakal (Abk. thor.)
Thorakal meint den Thorax also den Brustbereich und umfasst somit alle 12 Wirbel zwischen den 7 Halswirbeln und den 5 Lendenwirbeln.
SKS - Spinalkanalstenose
Eine Spinalkanalstenose ist übersetzt eine Wirbelkanalverengung. Diese kann lumbal, thorakal oder cervikal vorkommen. Dabei kann es durch Veranlagung oder/und verschleißbedingt zu einer Verengung des Kanals kommen. Zum Beispiel können sich die Wirbelbogengelenkfortsätze durch Arthrose in den Wirbelkanal hineinarbeiten und dort zu Verengungen führen. Diese werden dann in einem Eingriff entfernt und somit kann die Verengung aufgehoben werden.
Symptome sind natürlich Schmerzen, da der Wirbelkanal die Nervenstränge bündelt. Im lumbalen Bereich treten Gehstörungen auf, Schweregefühle in den Beinen, Taubheitsempfinden, Kribbeln, Lähmungen und Blasen- und Mastdarmstörungen. Cervikal lassen sich die Symptome auch auf die Arme übertragen und zusätzlich kann es auch zu Kopfschmerzen führen.
Da diese Erkrankung teilweise nur recht schwer zu diagnostizieren ist, rate ich Betroffene mit ähnlichen Schmerzen und Symptomen sich nicht nur an ihren Hausarzt und/oder Orthopäden des Vertrauens zu wenden, sondern auch einen anderen Orthopäden zu Rate zu ziehen und auch einmal einen Orthopäden einer Klinik zu besuchen. Das soll sicherlich nicht die Kompetenz ihrer Orthopäden in Frage stellen, nur sehen Klinikärzte oftmals mehr derartige Fälle, oder ein anderer Orthopäde hatte einen ähnlichen Fall und kann die richtige Diagnose erstellen und eine entsprechende Behandlung einleiten.
Gefahren bei der operativen Behandlung bestehen darin, dass im Vornherein schon zu lange gewartet wurde. Dadurch lassen sich bestehende Symptome nicht immer komplett durch eine Operation beheben. Während der OP kann natürlich das Rückenmark verletzt werden, da der Eingriff in unmittelbarer Nähe dazu stattfindet. Weiterhin können Blutungen im Wirbelkanal, Infektionen, Verletzungen an umgebenden Strukturen sowie weitere Störungen auftreten.
Nach der Operation können (je nach Alter und Verfassung des Patienten) 1-3 Tage Schmerzen auftreten, welche auch die Bewegung einschränken. Jedoch werden Betroffene am 1. Post-OP-Tag (sprich ein Tag nach der Operation) von Krankengymnasten mobilisiert und ihnen das richtige Bewegen beigebracht.
In den ersten Tagen nach der OP können die Patienten bereits wieder sitzen, stehen/gehen oder liegen.
An Medikamenten erhalten die meisten Patienten vor und/oder nach der Operation Cortison zur Entzündungshemmung, Schmerzmittel, Anti-Thrombose-Spritzen sowie Bedarfsmedikamente wie Kalzium, Abführmittel, Insulin und ähnliches. Erkundigen sie sich bei den Ärzten und Krankenschwestern, falls sie dazu genauere Fragen haben.
Bei guter Allgemeinverfassung ist eine Entlassung nach ca. 5 Tagen nach der OP möglich, ist jedoch von der Mobilität und Schmerzfreiheit der Patienten abhänging. In fast allen Fällen folgt nach dem Krankenhausaufenthalt eine mehrwöchige Reha um Schonhaltungen abzutrainieren und das richtige Bewegen sowie das trainieren der Muskulatur zu erlernen.
BSV - Bandscheibenvorfall
Ich denke, diese Art der Erkrankung ist recht bekannt und auch am Verbreitesten. Diese Erkrankung kann ebenfalls Hals, Brust und Lenden betreffen. Dabei reißt das Faserringgeflecht der Bandscheibe und der Gallertkern drückt auf den Wirbelkanal, bzw. der Inhalt des Gallertkern läuft aus und drückt auf die Nerven.
Symptome sind Schmerzen in den naheliegenden oder sämtlichen Extremitäten sowie Kribbeln und Taubheitsgefühle in Beinen oder/und Armen. Eine Schwächung der Muskulatur ist ebenfalls ein mögliches Symptom, wie auch Blasen- und Mastdarmstörungen.
Natürlich versucht man - wie überall - erst einmal eine konservative Methode, sprich Bettruhe, Medikamente oder Krankengymnastik. Hilft dies jedoch nicht, kann es zur Operation führen, wo das verrutschte Bandscheibengewebe entfernt wird, um den Druck vom Wirbelkanal/Nerv zu nehmen. Sollten Teile des Gallertkerns locker sein, werden auch diese entfernt, um ein nachrutschen zu verhindern.
Gefahren bei der Operation sind die selben wie bei der SKS. Auch hier wird in der Nähe des Rückenmarks gearbeitet und Verletzungen an diesem sind möglich, sowie Infektionen, Blutungen, verbleibende Störungen im Gangbild und ähnliches. Wurde auch hier zu lange mit einer Behandlung gewartet können natürlich Schäden zurückbleiben. Daher gilt auch hier: Wenn der Hausarzt und der ansässige Orthopäde nicht schnell eine Linderung verschaffen können, scheuen Sie nicht den Weg in die Klinik.
Auch nach dieser OP können einige Tage vergehen, bis man komplett Schmerzfrei ist. Auch hier wird man bereits ein Tag nach der Operation von Krankengymnasten mobilisiert. Jedoch ist in der ersten Zeit nach dem Eingriff das Sitzen nicht erlaubt. Die Mobilität beschränkt sich auf das Stehen, Gehen und Liegen. Wer sich nun fragt, wie man vom Stehen ins Liegen ohne sitzen kommen soll, hat natürlich Recht. Aber auch hier bekommt man eine richtige Anleitung vom schnellen Übergang in die beiden Lagen und wie diese am Schmerzfreiesten zu bewältigen ist.
Bei Medikamenten und Entlassung verhält es sich wie bei der Spinalkanalstenose.
Leider bedeutet eine Operation nicht immer eine endgültige Heilung. Ein erneuter Bandscheibenvorfall tritt sehr häufig auf und wird als rezidiv bezeichnet. Grund sind entweder das Narbengewebe oder eine andere Bandscheibe. Jedoch können auch andere Erkrankungen sein, die die selben Symptome hervorrufen, wie zum Beispiel die SKS, Lockerung der Wirbelsäule oder Reizungen der Wirbelbogengelenke.
Myelographie / Myelo-CT
Dies ist eine Untersuchung die der Computertomographie (CT) und der Magnetresonanztomographie (MRT) etwas nachsteht. In den meisten Fällen wird die Myelo nur noch genutzt, wenn CT- und MRT-Bilder keine klaren Ergebnisse bieten oder eine genaue Lokalisation des Schadens vorgenommen werden muss.
Vor der Untersuchung sollten mindestens 2 Stunden vorher nichts festes gegessen werden. Trinken ist erlaubt, jedoch sollte auf Milch, Alkohol und Zigaretten verzichtet werden.
Hierbei wird Kontrastmittel entweder in den Lendenwirbelbereich (bei lumbalen Beschwerden), Halsbereich (bei thorakaler Schmerzen) oder unterhalb des Hinterhauptes (bei Schmerzen ab dem Nacken) mit einer Spritze in den Wirbelkanal vorgeführt.
Als erstes entnimmt der behandelnde Arzt mit der Spritze wenige Milliliter Flüssigkeit (Hirnwasser oder auch Liquor gennant) welche sich im Wirbelkanal befindet. Danach spritzt er das Kontrastmittel in den Wirbelkanal ein. Keine Bange: Gepiekt wird nur einmal. Die Nadel bleibt solange drin und nur die Spritze wird gewechselt, so dass nur ein Stich notwendig ist. Danach werden dann von dem entsprechenden Bereich Röntgenaufnahmen oder Computertomographie-Aufnahmen (Myelo-CT) gemacht. Der Stich wurde mir als sehr unangenehm und schmerzhaft von Patienten beschrieben.
Nach dieser Untersuchung besteht erst einmal Bettruhe für den Patienten. Je nach Zustand kann das ca. 6 Stunden andauern. Weiterhin muss der Patient ca. 5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, um das Kontrastmittel so schnell wie möglich aus dem Körper abzuführen. Dies wird gemacht um die Nebenwirkungen so minimal wie möglich zu halten.
Diese Nebenwirkungen sind in der Regel (meist bei nicht genügender Flüssigkeitsaufnahme nach der Untersuchung) starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber oder Frösteln, Krämpfe oder Muskelzuckungen. Auch hier kann es zu leichetem Wundschmerz, Infektionen an der Einstichstelle, allergische Reaktionen, Entzündungen und/oder Einblutungen des Rückenmarks und weiterem kommen.
Aber auch wenn die Flüssigkeitszufuhr nach der Untersuchung stimmte, kann es schnell zu Übelkeit und Erbrechen führen. Dies ist nach meinen Erfahrungen auch schon direkt nach der Untersuchung möglich, da die meisten Patienten erst auf Station die Möglichkeit bekommen viel zu trinken.
So, dass war es erst einmal für den Anfang.
Bis bald und bleibt mir gesund!
Posted by shanice on Friday, July 15. 2005 at 22:12 in Schwester, Skalpell bitte!
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Monday, July 18. 2005 at 18:11 (Link) (Reply)
Danke für den interessanten Beitrag.