Zahlreiche österreichische Ärzte sollen Medikamente, die sie von Pharmafirmen gratis beziehen, an die Krankenkassen weiterverrechnen. Während der Pharmaverband betont, es handele sich um rechtlich abgesicherte und übliche Naturalrabatte im Rahmen einer 'freien Preisgestaltung', sehen das die Krankenkassen ein klein wenig anders.
"Laut Ö1 prüft mittlerweile das Finanzministerium, ob es Beweise für Steuerhinterziehungen gibt. Das Büro für interne Angelegenheiten im Innenministerium prüft in Sachen Korruption, und auch die Staatsanwaltschaft Wien arbeite an einer Sachverhaltsdarstellung, denn die niederösterreichische Gebietskrankenkasse bereite eine erste Anzeige gegen einen Arzt vor." -- DiePresse.com
Ins Rollen gebracht hat den Stein Hans Weiss, Co-Autor des Pharmaklassikers "
Bittere Pillen", der behauptete,
etwa 40 Prozent aller Medikamente in Österreich würden von den Pharmakonzernen verschenkt. Im Umkehrschluss seien die Medikamente etwa 40 Prozent zu teuer.