Aus dem Ärzteblatt:
Anders als vielfach angenommen scheinen orale Kontrazeptiva das Risiko einer Multiplen Sklerose (MS) nicht zu erhöhen. In einer Fall-Kontroll-Studie in den Archives of Neurology (2005; 62: 1362-1365) erkrankten regelmäßige Anwenderinnen der “Pille” sogar zu 40 Prozent seltener als die Kontrollen. Ein weiterer Befund ist ein erhöhtes Erkrankungsrisiko in den ersten 6 Monaten nach der Entbindung.
Die Ursachen der multiplen Sklerose, die zu den Autoimmunerkrankungen zählt, liegen völlig im Dunkeln. Umso heftiger sind die Spekulationen. Da Frauen doppelt so häufig erkranken wie Männer, wird häufig ein Einfluss der weiblichen Geschlechtshormone angenommen. Es soll sogar Experten geben, die Frauen mit einer familiären Belastung von der Einnahme der “Pille” abraten. Nach den Ergebnissen der jetzt vorliegenden Studie von Álvaro Alonso von der Harvard School of Public Health in Boston besteht hierzu jedoch kein Anlass.
Volle Artikel unter http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=21370
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