Die AOK Sachsen stockt in diesem und im nächsten Jahr die Gesamtvergütung für die rund 6 000 niedergelassenen Ärzte im Freistaat um insgesamt 65,9 Millionen Euro auf. Die entsprechende Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) ist gestern nach harten Verhandlungen vor dem Schiedsamt unterzeichnet worden. Bisher hat die Kasse rund 540 Millionen Euro im Jahr für die ambulante medizinische Versorgung ihrer Mitglieder gezahlt. Die KVS hatte 175 Millionen Euro Nachschlag gefordert. (via Sachsen im Netz)
Ein Teil des Geldes soll dafür sorgen, dass die langen Vorbestell- und Wartezeiten der Patienten bei Spezialisten kürzer werden. Wie das genau funktioniert, würde mich wirklich interessieren. Haben die Fachärzte plötzlich mehr Stunden im Kalender, wenn sie mehr Geld bekommen? Oder werden die Privatpatienten weniger stark vorgezogen? Demgemäß kann sich ein Facharzt also aussuchen, ob er Patienten behandelt oder nicht, wenn das Geld nicht stimmt...
Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen zeigte sich zwar nicht begeistert, aber wertete den Nachschlag - immerhin etwa 5.000 Euro pro Arzt und Jahr - positiv, damit könnten die Leistungen der niedergelassenen Ärzte um jeweils fünf Prozent gesteigert werden." Auch hier würde mich interessieren, was das genau heißt.
In welcher Weise wirken sich 5.000 Euro mehr im Jahr auf die Leistung aus?
Die bereitgestellten 66 Millionen entsprechen laut AOK-Chef Rolf Steinbronn etwa drei Tagesausgaben, und sollen durch Einsparungen in anderen Bereichen ausgeglichen werden.