Die deutschen Apotheker fordern eine Absenkung der Mehrwertsteuer für Arzneimittel von derzeit 16 auf sieben Prozent. In vielen anderen Ländern Europas sei ein reduzierter Mehrwertsteuersatz für Arzneimittel gang und gäbe, sagt Heinz-Günter Wolf, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) im Vorfeld des Deutschen Apothekertags in Köln: In Frankreich etwa seien nur 2,1 bis 5,5 Prozent statt der sonst geltenden 19,6 Prozent Mehrwertsteuer fällig, in Schweden müsse auf verschreibungspflichtige Arzneimittel gar keine Mehrwertsteuer bezahlt werden (normaler Mehrwertsteuersatz: 25 Prozent). In Deutschland gilt für Arzneimittel der normale Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent. (via Kölner Stadtanzeiger)
Gleichzeitig fordern die Apotheker, dass auch weiterhin nicht verschreibungspflichtige Medikamente ausschließlich in Apotheken abgegeben werden dürfen. Der Umsatz mit diesen Mitteln (
OTC, over the counter) ist als Folge der Gesundheitsreform um 46 % eingebrochen. Insgesamt haben die deutschen Apotheken 2004 3,3 % Umsatzeinbußen erlitten.
Meiner Meinung nach sollten für Medikamente europaweit bzw. innerhalb der EU einheitliche Steuersätze, im Idealfall auch einheitliche Preise gelten. Damit könnten wir uns die Reimportiererei sparen und die Pharmakonzerne müssten auch in reichen Ländern langsam realistische Preise fordern. Auf lebensnotwendige Medikamente bzw. wie in Schweden verschreibungspflichtige sollte gar keine Mehrwertsteuer erhoben werden, Menschen die regelmäßig Betablocker, Insulin, o.ä. benötigen, sind auch so genug gestraft und finanziell gebeutelt...