Gesetzlich und privat Versicherte sollen künftig beim Arzt gleich behandelt werden, das fordert Ulla Schmidt, und erntet erwartungsgemäß wenig Begeisterung von den Ärztevertretern und den Unionspolitikern. Eine neue Gebührenordnung soll her. Man darf gespannt sein. Wenn ich das richtig sehe würde das auch komplett neue Regelungen für die privaten Krankenversicherer bedeuten... Papierberge voraus!
Außerdem ist auch der amtierenden Gesundheitsministerin aufgefallen, dass 262 'gesetzliche' Kassen etwas viel sind, sie fordert Zusammenlegungen und damit Kosteneinsparungen. Was könnte man erst einsparen, wenn man nur noch 1 gesetzliche Krankenkasse mit einheitlichen Standards für alle hätte?
Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag wohl darauf geeinigt, die Steuerzuschüsse zur gesetzlichen Krankenversicherung komplett zu streichen. Trotzdem will Frau Schmidt dafür sorgen dass es 2006 keine Beitragserhöhungen gibt. Wie sie das wohl bewerkstelligen will? Es sollen sich "alle Menschen" an der Finanzierung der gesetzlichen Kassen beteiligen. Wenn die privaten Krankenversicherer nicht gerade Zwangsabgaben an die gesetzlichen Kassen leisten müssen, ist der einfachste Weg einer Gesamtfinanzierung der über Steuern, aber eine steuerfinanzierte Krankenkasse wäre ja
pöser Sozialismus...
Interessant ist, daß
laut Berliner Morgenpost auch Nichtversicherten der Weg in die gesetzlichen Kassen wieder eröffnet werden soll. Sollte das gelingen, kann ich nur sagen: Respekt.
Nun geht es gegen die vielen Vorstände der vielen gesetzlichen Krankenkassen. Nachdem unsere Gesundheitsministerin heftigen Gegenwind durch die Union wegen der Einführung der Bürgerversicherung durch die Hintertür erfahren hat, wird genauso heftig...
Tracked: Nov 24, 01:35