
Dass Lärm krank macht, wissen wir schon seit langem und ignorieren es als Nebeneffekt moderner Lebens- und Arbeitsmethoden. Eine
Studie der
Berliner Charité gibt uns nun dramatische Zahlen zu der verdrängten Gesundheitsgefährdung.
The Australian berichtet:
New research has found general environmental noise, such as the roar of city traffic, increases the risk of heart attack by almost 50 per cent for men and 200 per cent for women.
Noisy workplaces are another health danger, increasing the risk of heart attack by almost a third for men, although not for women.
The researchers, who studied 4115 patients in Berlin's 32 hospitals between 1998 and 2001, said the findings showed the need for tougher regulations against workplace noise .
They called for ear protection to be compulsory in workplaces where noise levels exceed 65 to 75 decibels. The noise level in a busy large office is typically about 60 decibels.
Ob dies Konsequenzen auf den Arbeitsalltag hat,
darf jedoch bezweifelt werden.
Aus Kostengründen pferchen viele Firmen ihre Mitarbeiter in Großraumbüros, sparen an schallschluckenden Materialien und vor allem auch an Richtlinien, die geeignet sind die Lärmbelastung am Arbeitsplatz einzudämmen wie z.B. Verbot lauter Klingeltöne an Telefonen und Handys, ausreichend Besprechungsräume statt Besprechungen zwischen den Schreibtischen, extra Räume für lärmanhebende Bürotechnik wie Drucker oder Kopierer, lärmgedämmte Computer, ausreichend Abstand zwischen den Schreibtischen und schallschluckende Trennwände oder Pflanzen.
Verbesserte Verglasungstechnik hat die Lärmbelastung mancher Wohnbereiche verringert. Schlecht oder nicht instandgesetzte Wohngebäude aus den sechziger, siebziger und achtziger Jahren sind jedoch, gerade in den Großstädten, Lärmfallen.
Summasumarum dürfte Dauerstreß durch Lärm eine der Ursachen sein, die unsere Lebenserwartung, nach Jahrzehnten langsamen Ansteigens, aktuell wieder sinken lassen. Es wird Zeit für eine artgerechte Haltung des Menschen.