Eine neuartige Technik, Medikamente gezielt in bestimmte Gewebsgebiete zu injizieren, wo sie langsam nach und nach abgegeben werden können, haben Wissenschaftler aus Singapur entwickelt.
Bei ihrer Neuentwicklung bedienen sich die Forscher einer Methode, die dem Prinzip eines Zweikomponentenklebers nicht unähnlich ist. Durch die Spritze werden zwei Flüssigkeiten verabreicht: ein flüssiger, biologisch abbaubarer Kunststoff, der etwa ein Medikament enthalten kann, und ein Enzym. Erst an der Einspritzstelle im Körper reagiert das Enzym mit dem flüssigen Kunststoff und verwandelt ihn in ein Gel - das dann an Ort und Stelle verbleibt. Im Gegensatz zu bisherigen Entwicklungsversuchen sind die Bestandteile des neuen Gels ungiftig. Genausowenig sind schädliche, belastende Prozeduren - wie etwa starkes Erhitzen - notwendig, um die Substanz zu gelieren. Dadurch wird weder Körpergewebe geschädigt noch die Wirksamkeit von Medikamenten eingeschränkt, die mit dem Hydrogel verabreicht werden sollen. -- (via WELT)
Die Forscher sehen Anwendungsgebiete etwa in der Krebstherapie oder auch bei der Regeneration von Körpergewebe.