Putzen mit der schwarzen Madonna
Frau Hoch gehört zu den KlientInnen, die sich meistens in geheimnisvolles und unnahbares Schweigen hüllen. Sie ist eine junge Frau mit einem engelgleichen Gesicht, zarter Haut und langen schwarzen Haaren. Niemals würde sie eine Hose tragen. Sie kleidet sich ausschließlich in schwarze, fließende Gewänder. Anfangs dachte ich, sie würde zur „Gothic“- Szene gehören, aber das war eine schwere Fehleinschätzung. In Wirklichkeit ist sie nämlich nicht von dieser Welt. Deswegen habe ich sie für mich „die schwarze Madonna“ getauft.
Manchmal schauen ihre feinen Ohrmuscheln ein bisschen durch ihr wallendes Haar, dann sieht sie aus wie eine Elbenprinzessin aus den Feenwäldern von Mittelerde. Fast.
Wenn sie nicht so angespannt die Stirn runzeln würde.
Außer dem Betreuten Einzelwohnen hat die schwarze Madonna einen gesetzlichen Betreuer, bei dem sie wöchentlich ihr Haushaltsgeld abholt, und eine Sozialstation, die ihr morgens und abends ihre Medikamente gibt.
Sie ist das, was wir eine „niedrigschwellige“ Klientin nennen. Das heißt übersetzt, dass wir im Betreuten Einzelwohnen keine großen Ansprüche an sie stellen. Meine Aufgabe ist es, ganz regelmäßig den Kontakt zu ihr zu halten und sie behutsam zu stabilisieren. Mehr nicht.
Für mich gehört das zu den schwereren Herausforderungen. Es ist so verführerisch, sich einzumischen. Es wäre auch einfacher. Diese ganze Zurückhaltung und Vorsicht kostet viel mehr Konzentration und Selbstbeherrschung als man das von außen so mitkriegt. Nicht zu vergessen die endlose Geduld, die man dafür aufbringen muss.
Aber bei der schwarzen Madonna hat es sich gelohnt. In winzigen Schrittchen wurde eine Besserung sichtbar. Früher hat sie im psychotischen Schub schon mal ihre Wohnung komplett zertrümmert oder Leute angegriffen. Eine Klinikeinweisung ging grundsätzlich mit dramatischen Polizeiaktionen und richterlichen Zwangsanordnungen einher.
Durch das Betreute Einzelwohnen legte sich nach und nach die Dramatik.
Zuerst ging sie dazu über, „harmlosere“ Zwangeinweisungen zu provozieren.
Heute reicht es, wenn ich bei ihr vorbei gehe und sage: „Frau Hoch, es ist mal wieder so weit. Ich erkenne Ihre Krisenzeichen. Am Besten, Sie packen jetzt ihre Tasche und wir fahren zusammen in die Klinik.“ Dann sagt sie: „Ja, ist gut.“ Und kommt ganz friedlich mit mir mit.
Dadurch sind ihre Klinikaufenthalte kürzer geworden. Und sie werden langsam seltener.
Jetzt gerade ist sie wieder in der Klinik, und ich besuche sie dort regelmäßig.
Manchmal schauen ihre feinen Ohrmuscheln ein bisschen durch ihr wallendes Haar, dann sieht sie aus wie eine Elbenprinzessin aus den Feenwäldern von Mittelerde. Fast.
Wenn sie nicht so angespannt die Stirn runzeln würde.
Außer dem Betreuten Einzelwohnen hat die schwarze Madonna einen gesetzlichen Betreuer, bei dem sie wöchentlich ihr Haushaltsgeld abholt, und eine Sozialstation, die ihr morgens und abends ihre Medikamente gibt.
Sie ist das, was wir eine „niedrigschwellige“ Klientin nennen. Das heißt übersetzt, dass wir im Betreuten Einzelwohnen keine großen Ansprüche an sie stellen. Meine Aufgabe ist es, ganz regelmäßig den Kontakt zu ihr zu halten und sie behutsam zu stabilisieren. Mehr nicht.
Für mich gehört das zu den schwereren Herausforderungen. Es ist so verführerisch, sich einzumischen. Es wäre auch einfacher. Diese ganze Zurückhaltung und Vorsicht kostet viel mehr Konzentration und Selbstbeherrschung als man das von außen so mitkriegt. Nicht zu vergessen die endlose Geduld, die man dafür aufbringen muss.
Aber bei der schwarzen Madonna hat es sich gelohnt. In winzigen Schrittchen wurde eine Besserung sichtbar. Früher hat sie im psychotischen Schub schon mal ihre Wohnung komplett zertrümmert oder Leute angegriffen. Eine Klinikeinweisung ging grundsätzlich mit dramatischen Polizeiaktionen und richterlichen Zwangsanordnungen einher.
Durch das Betreute Einzelwohnen legte sich nach und nach die Dramatik.
Zuerst ging sie dazu über, „harmlosere“ Zwangeinweisungen zu provozieren.
Heute reicht es, wenn ich bei ihr vorbei gehe und sage: „Frau Hoch, es ist mal wieder so weit. Ich erkenne Ihre Krisenzeichen. Am Besten, Sie packen jetzt ihre Tasche und wir fahren zusammen in die Klinik.“ Dann sagt sie: „Ja, ist gut.“ Und kommt ganz friedlich mit mir mit.
Dadurch sind ihre Klinikaufenthalte kürzer geworden. Und sie werden langsam seltener.
Jetzt gerade ist sie wieder in der Klinik, und ich besuche sie dort regelmäßig.
Die schwarze Madonna hat nicht so sehr viele Kleidungsstücke. Wenn sie länger als eine Woche im Krankenhaus ist, wird es nötig, Wäsche zu waschen. Es gibt auch eine Waschmaschine auf Station. Allerdings verfügt die Klinik nicht über ein spezielles „Black Wash“ Waschmittel, was natürlich eine grobe Nachlässigkeit darstellt. Unter diesen Umständen ist es der schwarzen Madonna leider völlig unmöglich, ihre Gewänder in der Klinik zu waschen.
Mit ihrer Station verstehe ich mich ziemlich gut. Wir besprechen die Lage. Die Ärzte und Schwestern befürworten es sowieso, dass die schwarze Madonna regelmäßig in ihre Wohnung geht. Deswegen verabreden wir, dass ich die schwarze Madonna einmal in der Woche zu einem längeren Ausgang begleite, mit ihr zur Wohnung fahre, Wäsche wasche, Zigaretten einkaufe, mit ihr einen Kaffee trinken gehe und sie danach wieder auf Station zurück bringe.
Es ist lange her, dass ich ihre Wohnung betreten durfte. Die schwarze Madonna ist sonst immer schon dabei, die Tür von außen abzuschließen, wenn ich die Treppe hoch komme.
Deswegen bin ich noch behutsamer als ohnehin schon, als wir das erste Mal ihre Wäsche dort waschen. Während die Maschine läuft, sitzen wir auf ihrem schwarzen Sofa. Ich schaue mich so diskret wie möglich um. Die Wohnung kommt mir sehr schmutzig vor. Ich beiße mir auf die Zunge und sage nichts. Bloß nicht zu viel auf einmal.
In der nächsten Woche mache ich eine vorsichtige Bemerkung über die vielen schwarzen Haare in der Badewanne und den verstopften Abfluss. Ich bemühe mich aufs Äußerste, um einen neutralen Tonfall hin zu bekommen, und mich möglichst wenig wertend auszudrücken. Die schwarze Madonna reagiert mit Gleichmut. Das deute ich als ermutigendes Signal.
In der dritten Woche gebe ich mir einen Ruck und spreche sie beiläufig darauf an, wann sie denn das letzte Mal geputzt hat.
„Putzen?“ Fragt die Schwarze Madonna ungläubig. Sie schaut mich an, sehr von oben herab. Von ganz oben. Um ehrlich zu sein, ich komme mir vor wie eine kleine missgestaltete Ameise, die aus den Wolken herab vom König der Lüfte begutachtet wird. Mit höchster Befremdung.
„Naja, es sieht so aus, als sei Ihre Wohnung schon lange nicht mehr geputzt worden!“ Bringe ich zu meiner Verteidigung hervor. „Können Sie sich denn erinnern, wann Sie das letzte Mal geputzt haben?“
„Putzen, ICH?“ Ich hätte nicht gedacht, dass sie das Befremden noch steigern könnte.
„Nein, dafür bin ich nun wirklich nicht zuständig.“ Belehrt mich die schwarze Madonna hoheitsvoll.
Sie sagt das so überzeugend, dass ich für einen Moment echt ins Schleudern gerate. Hat der gesetzliche Betreuer etwa eine Absprache mit der Sozialstation, die ich nicht mitbekommen habe? Gibt es eine Putzfrau, von der ich nichts weiß?
„Ach so.“ Sage ich. „Wer ist denn dafür zuständig?“
„Na, wenn ich in die Klinik komme, dann holt der gesetzliche Betreuer ein Putzmobil, und die machen eine Grundreinigung. So einmal im Jahr. Dafür bin ich nicht zuständig.“
Ich hole tief Luft. In mir macht es einen deutlichen Klick. Ich kann das nicht gleich so klar benennen, aber genau in diesem Moment ist bei mir Schluss mit niedrigschwellig.
Jetzt langt’s.
Ich beiße mir ganz doll auf die Zunge. Jetzt darf mir auf keinen Fall was Falsches rausrutschen. Was immer ich jetzt von mir geben würde, es wäre ganz bestimmt nicht professionell.
Es hat auch keinen Zweck, wenn ich hier ganz alleine neue Sitten einführen will. So ein Paradigmenwechsel muss gut vorbereitet und abgesprochen sein. Wenn dabei nicht alle beteiligten Helfer an einem Strang ziehen, haben wir von vorneherein schon verloren.
Ich sage also erst mal nichts und bringe die schwarze Madonna zurück in die Klinik, als sei nichts geschehen.
In den nächsten Tagen führe ich intensive Telefonate mit dem gesetzlichen Betreuer. Die schwarze Madonna hat Recht. Er musste tatsächlich öfter eine Grundreinigung organisieren. Allerdings dachte er, sie habe eine Tendenz zur Verwahrlosung. Er wusste nicht, dass sie schon von vorneherein darauf spekuliert, dass andere den Dreck für sie schon wegmachen werden, und dass sie sich sozusagen darauf ausruht.
Wir beschließen, die schwarze Madonna in die Pflicht zu nehmen.
Klar, wir könnten auch den Aufgabenkreis der Sozialstation erweitern und das Putzen von ihnen erledigen lassen. Es ist die alte Frage: Was ist nützlich, was ist hilfreich? Eine Putzfrau ist extrem hilfreich, keine Frage. Nützlich wäre es dagegen, wenn die schwarze Madonna lernt, ihre Wohnung selber zu putzen und sich damit von professioneller Hilfe unabhängiger zu machen. Zumindest sollten wir das nicht unversucht lassen.
Also fällt die Grundreinigung durch ein Putzkommando dieses Jahr aus.
Ich werde bei jedem Termin mit ihr putzen, und ihr nach und nach beibringen, ihre Wohnung selber in Ordnung zu halten.
Ich denke mir im Büro ganz tolle pädagogische Maßnahmen aus und entwerfe eine Vereinbarung, die ich mit der schwarzen Madonna abschließen will. Behandlungsvertrag nennen wir das.
Meine Pläne bespreche ich in Ruhe mit ihr, als wir das nächste Mal im Café sitzen. Ich sage ihr in klaren Worten, dass es dieses Mal keine Grundreinigung geben wird, sondern dass es an der Zeit ist, selber die Verantwortung für ihre Wohnung zu übernehmen. Ich erkläre ihr meinen Plan, bei jedem Termin ein kleines bisschen zu putzen und die Wohnung auf diese Weise sauber zu halten. Ich schiebe ihr meine liebevoll ausgearbeitete Vereinbarung über den Tisch. Sie soll sie unterschreiben.
Die schwarze Madonna hört mir zu, mit fassungsloser Miene. Sie fasst das Papier mit spitzen Fingern an und legt es vor sich. Sie schaut mit großen Augen erst auf die Vereinbarung und dann auf mich.
„Ist das jetzt ein Störsender oder stehen Sie unter Drogen?“ Fragt sie mich.
So viel zu meinen pädagogischen Maßnahmen.
Es wird schnell klar, dass die schwarze Madonna auf gar keinen Fall eine derartig lachhafte Vereinbarung unterschreiben wird.
„Okay.“ Sage ich. „Ich habe das verstanden. Sie sind dagegen. Und ich kann sehen, dass Sie sich ärgern. Vielleicht ist das zuviel verlangt, dass Sie unsere Idee auch noch gut finden sollen. Dann machen wir das eben anders. Ich will, dass Sie putzen. Der gesetzliche Betreuer will das auch. Sie wollen das nicht. Ich lege jetzt einseitig folgende Regel fest: In Zukunft werde ich nur dann mit Ihnen Kaffee trinken gehen, wenn Sie vorher mit mir putzen. Basta. Und Sie dürfen so sauer sein, wie Sie wollen. Das ist Ihr gutes Recht.“
„Das ist gemein.“ Sagt die schwarze Madonna. „Ich habe keine Lust zu putzen. Sie können mich nicht dazu zwingen.“
„Stimmt.“ Sage ich. „Ich kann Sie nicht zum Putzen zwingen. Sie können mich aber auch nicht zwingen, mit Ihnen Kaffee trinken zu gehen.“
„Das muss ein Störsender sein.“ Sagt die Schwarze Madonna.
Ein Glück habe ich etwas, womit ich sie erpressen kann.
Bis zum nächsten Termin mache ich mir viele Gedanken. Ich will die schwarze Madonna nicht quälen, ich will sie motivieren. Dazu muss ich konsequent sein, ich muss gleichzeitig aber auch vermitteln, dass Putzen etwas Positives ist.
Das wird schwer.
So ganz privat habe ich mit dem Putzen nämlich auch meine Schwierigkeiten. Jedesmal, wenn es wieder ansteht, und das ist ja regelmäßig der Fall, fechte ich verzweifelte Kämpfe mit meinem inneren Schweinehund aus. Ich quäle mich ganz furchtbar damit. Deswegen bin ich ganz bestimmt kein gutes Vorbild. Ein Glück weiß die schwarze Madonna nichts davon.
Wie soll ich ihr bloß etwas vermitteln, was ich selber so schlecht kann?
Naja, so stimmt das auch nicht. Ich kann schon. Aber ich hasse es.
In meiner Studienzeit habe ich für sieben Mark fünfzig brutto die Stunde im Krankenhaus den Schleim von den Wänden geputzt, während die Jungs für zwanzig Mark in der Feinleiterfertigung in meditativer Atmosphäre Kontakte montierten. So war das damals.
Ich kann professionell putzen, ich kann sogar im Akkord putzen. Aber ich will einfach nicht.
Ich grabe in meiner Erinnerung. Mir fällt eine Begegnung aus meiner Kindheit ein. Irgendwann, irgendwo, auf verschlungenen Pfaden kreuzte ich den Weg einer echten schwäbischen Hausfrau.
Ich kann mich noch gut an meine Faszination erinnern. Sie war die erste und einzige Frau, der ich je begegnet bin, die den Haushalt nicht als lästige Pflicht, sondern als eine echte Passion ansah.
Am Deutlichsten erinnere ich mich an ihre Hände. Es waren kräftige, ungemein geschickte Hände mit flinken und wendigen Fingern. Diese Hände konnten sprechen. Sie berührten Weingläser, Speisereste, Möbelstücke, Staubflecken, Kleidung und eklige Schmutzhaufen, Schönes und Schreckliches mit dem gleichen heiligen Ernst. Putzen war für diese Hände eine sakrale Handlung, vergleichbar mit einem Gottesdienst. Alles, was diese Hände anfassten, kam mir plötzlich bedeutend und kostbar vor. Es sprach eine wissende Liebe zu den Dingen aus ihnen, die ich nie vergessen habe, auch wenn ich sie nicht teilen konnte.
An diesem Bild kann ich mich festhalten.
Zum nächsten Termin mit der schwarzen Madonna erscheine ich bewaffnet mit Schrubber, Besen, Handfeger, Putzmitteln, Lappen und Schwämmen. Was man halt so braucht.
Ich mache eine erste Bestandsaufnahme. Alles ist verstaubt und verklebt. Die schwarze Madonna steht in eisigem Schweigen daneben und gibt mir deutlich zu verstehen, dass ich dabei bin, an ihr ein Sakrileg erster Güte zu begehen.
Da ich weiß, wie wichtig es für sie ist, die Kontrolle zu behalten, will ich sie aussuchen lassen, womit sie anfangen will. Sie rümpft nur die Nase. „Na schön.“ Sage ich. „Sie machen Badewanne und Waschbecken. Ich fange in der Küche an. Und los.“
Tatsächlich, sie tut es. Langsam und mit viel Kopfschütteln, aber immerhin. Diskret komme ich ein paar Mal vorbei, unter einem Vorwand, und schaue, was sie macht. Wer weiß, vielleicht hat sie noch nie geputzt und weiß gar nicht, wie das geht. So taktvoll wie möglich erkläre ich ihr das Eine oder Andere, aber ich merke doch, dass sie Ahnung hat.
Derweil lasse ich für sie die schwäbische Hausfrau auferstehen. Ich achte darauf, was meine Hände beim Putzen erzählen. Ich bin freundlich und respektvoll. Ich gebe uns Zeit. Ich summe bei der Arbeit fröhlich vor mich hin. Ich achte darauf, dass wir nicht zu lange putzen, und freue mich nachher mit ihr an dem Ergebnis.
Es klappt.
Wir haben einen Anfang gemacht.
Ein paar mal geht alles gut, und ich fange an, mich sicherer zu fühlen. Dann kommt der Moment, an dem die schwarze Madonna die Grenzen testet.
Sie beginnt damit, in der Küch die Spüle zu schrubben. Ich sauge derweil das Schlafzimmer. Sie putzt die Spüle. Ich fege und wische das Wohnzimmer. Sie ist immer noch an der Spüle. Ich mache eine Bemerkung darüber, die sie ignoriert. Ich schnappe mir das Scheuerpulver und nehme mir eine der klebrigen Türen vor. Die schwarze Madonna ist immer noch mit der Spüle beschäftigt.
Jetzt habe ich langsam genug. Ich setze mich auf das Sofa und warte. Die schwarze Madonna hört auf, die Spüle zu bearbeiten und behauptet, jetzt sei sie auch fertig.
Sie setzt sich mir gegenüber und steckt sich mit feinem Lächeln eine Zigarette an.
„Ich möchte gerne ins Café Hübsch.“ Verkündet sie mit großer Selbstverständlichkeit.
„Schön.“ Sage ich. „Heute gibt’s aber keinen Kaffee.“
Das Lächeln verschwindet.
„Ich bin echt sauer.“ Sage ich. „Ich lass mich nämlich nicht gerne verarschen. Wenn Sie denken, Sie können stundenlang auf einem Mini- Fleck rumwischen, während ich im Alleingang ihre Grundreinigung erledige, dann macht mich das verdammt sauer. Das ist Ihre Wohnung und Ihr Dreck, und ich bin nicht Ihre Putzfrau. Entweder wir putzen beide richtig, oder gar nicht. Und deswegen habe ich heute keine Lust, mit Ihnen Kaffee zu trinken.“
Die schwarze Madonna glaubt mir nicht.
Sie zieht ihren Mantel an, packt ihre Siebensachen, und macht sich mit mir auf den Weg.
„Zum Café Hübsch geht’s aber hier lang!“ Sagt sie unterwegs.
„Schon vergessen?“ Sage ich. „Heute kein Kaffee.“
Sie ist so verdutzt, dass sie sich wortlos von mir in die Klinik bringen lässt.
Inzwischen ist die Wohnung richtig gut in Schuss. Der gesetzliche Betreuer hat es geschafft, außerdem noch eine Renovierung zu organisieren. Wir putzen jede Woche, ohne Diskussion.
Die schwarze Madonna ist seitdem ein bisschen mehr in unserer Welt gelandet. Sie redet mehr, sie wirkt offener, und sie nimmt viel mehr von ihrer Umgebung wahr.
Ungefähr ein Jahr später komme ich morgens zu unserem gewohnten Termin zu ihr nachhause.
„Ich fühl mich heute nicht nach Putzen.“ Sagt die schwarze Madonna. „Ich bin ein bisschen krank, glaube ich.“
„Na, das tut mir ja leid.“ Sage ich. „Was haben Sie denn?“
„Ach, dies und das, nicht Schlimmes. Nur ein bisschen krank. Gehen wir Kaffee trinken?“
Ich muss herzlich lachen. „Also wenn Sie so krank sind, kann ich es auf gar keinen Fall verantworten, sie ins Café zu entführen. Da müssen Sie sich erst mal richtig auskurieren.“
Die schwarze Madonna klappert mit den Wimpern. „Sie gehen nicht mit mir ins Café? Echt nicht?“
„Also, entweder, Sie sind wirklich krank, dann sollten Sie zuhause bleiben. Oder Sie sind vielleicht doch nicht so krank, dann könne Sie auch ein bisschen Putzen. Wissen Sie nicht mehr, unsere Regel? Entweder oder. Ich werd dann mal gehen. Nächste Woche sind Sie bestimmt wieder gesund. Gute Besserung!“
„Ach, Moment mal, ich glaube, ich kann doch ein bisschen putzen.“ Sagt die schwarze Madonna schnell.
Auf dem Weg ins Café dreht sie sich zu mir und sagt: „Das hat’s echt gebracht. Dass Sie gesagt haben, Sie gehen nicht mit mir Kaffee trinken.“ Ich ziehe die Augenbrauen hoch. Sie nickt mir anerkennend zu. „Doch, das hat’s gebracht. Das war richtig gut.“ Sagt sie zufrieden.
Mit ihrer Station verstehe ich mich ziemlich gut. Wir besprechen die Lage. Die Ärzte und Schwestern befürworten es sowieso, dass die schwarze Madonna regelmäßig in ihre Wohnung geht. Deswegen verabreden wir, dass ich die schwarze Madonna einmal in der Woche zu einem längeren Ausgang begleite, mit ihr zur Wohnung fahre, Wäsche wasche, Zigaretten einkaufe, mit ihr einen Kaffee trinken gehe und sie danach wieder auf Station zurück bringe.
Es ist lange her, dass ich ihre Wohnung betreten durfte. Die schwarze Madonna ist sonst immer schon dabei, die Tür von außen abzuschließen, wenn ich die Treppe hoch komme.
Deswegen bin ich noch behutsamer als ohnehin schon, als wir das erste Mal ihre Wäsche dort waschen. Während die Maschine läuft, sitzen wir auf ihrem schwarzen Sofa. Ich schaue mich so diskret wie möglich um. Die Wohnung kommt mir sehr schmutzig vor. Ich beiße mir auf die Zunge und sage nichts. Bloß nicht zu viel auf einmal.
In der nächsten Woche mache ich eine vorsichtige Bemerkung über die vielen schwarzen Haare in der Badewanne und den verstopften Abfluss. Ich bemühe mich aufs Äußerste, um einen neutralen Tonfall hin zu bekommen, und mich möglichst wenig wertend auszudrücken. Die schwarze Madonna reagiert mit Gleichmut. Das deute ich als ermutigendes Signal.
In der dritten Woche gebe ich mir einen Ruck und spreche sie beiläufig darauf an, wann sie denn das letzte Mal geputzt hat.
„Putzen?“ Fragt die Schwarze Madonna ungläubig. Sie schaut mich an, sehr von oben herab. Von ganz oben. Um ehrlich zu sein, ich komme mir vor wie eine kleine missgestaltete Ameise, die aus den Wolken herab vom König der Lüfte begutachtet wird. Mit höchster Befremdung.
„Naja, es sieht so aus, als sei Ihre Wohnung schon lange nicht mehr geputzt worden!“ Bringe ich zu meiner Verteidigung hervor. „Können Sie sich denn erinnern, wann Sie das letzte Mal geputzt haben?“
„Putzen, ICH?“ Ich hätte nicht gedacht, dass sie das Befremden noch steigern könnte.
„Nein, dafür bin ich nun wirklich nicht zuständig.“ Belehrt mich die schwarze Madonna hoheitsvoll.
Sie sagt das so überzeugend, dass ich für einen Moment echt ins Schleudern gerate. Hat der gesetzliche Betreuer etwa eine Absprache mit der Sozialstation, die ich nicht mitbekommen habe? Gibt es eine Putzfrau, von der ich nichts weiß?
„Ach so.“ Sage ich. „Wer ist denn dafür zuständig?“
„Na, wenn ich in die Klinik komme, dann holt der gesetzliche Betreuer ein Putzmobil, und die machen eine Grundreinigung. So einmal im Jahr. Dafür bin ich nicht zuständig.“
Ich hole tief Luft. In mir macht es einen deutlichen Klick. Ich kann das nicht gleich so klar benennen, aber genau in diesem Moment ist bei mir Schluss mit niedrigschwellig.
Jetzt langt’s.
Ich beiße mir ganz doll auf die Zunge. Jetzt darf mir auf keinen Fall was Falsches rausrutschen. Was immer ich jetzt von mir geben würde, es wäre ganz bestimmt nicht professionell.
Es hat auch keinen Zweck, wenn ich hier ganz alleine neue Sitten einführen will. So ein Paradigmenwechsel muss gut vorbereitet und abgesprochen sein. Wenn dabei nicht alle beteiligten Helfer an einem Strang ziehen, haben wir von vorneherein schon verloren.
Ich sage also erst mal nichts und bringe die schwarze Madonna zurück in die Klinik, als sei nichts geschehen.
In den nächsten Tagen führe ich intensive Telefonate mit dem gesetzlichen Betreuer. Die schwarze Madonna hat Recht. Er musste tatsächlich öfter eine Grundreinigung organisieren. Allerdings dachte er, sie habe eine Tendenz zur Verwahrlosung. Er wusste nicht, dass sie schon von vorneherein darauf spekuliert, dass andere den Dreck für sie schon wegmachen werden, und dass sie sich sozusagen darauf ausruht.
Wir beschließen, die schwarze Madonna in die Pflicht zu nehmen.
Klar, wir könnten auch den Aufgabenkreis der Sozialstation erweitern und das Putzen von ihnen erledigen lassen. Es ist die alte Frage: Was ist nützlich, was ist hilfreich? Eine Putzfrau ist extrem hilfreich, keine Frage. Nützlich wäre es dagegen, wenn die schwarze Madonna lernt, ihre Wohnung selber zu putzen und sich damit von professioneller Hilfe unabhängiger zu machen. Zumindest sollten wir das nicht unversucht lassen.
Also fällt die Grundreinigung durch ein Putzkommando dieses Jahr aus.
Ich werde bei jedem Termin mit ihr putzen, und ihr nach und nach beibringen, ihre Wohnung selber in Ordnung zu halten.
Ich denke mir im Büro ganz tolle pädagogische Maßnahmen aus und entwerfe eine Vereinbarung, die ich mit der schwarzen Madonna abschließen will. Behandlungsvertrag nennen wir das.
Meine Pläne bespreche ich in Ruhe mit ihr, als wir das nächste Mal im Café sitzen. Ich sage ihr in klaren Worten, dass es dieses Mal keine Grundreinigung geben wird, sondern dass es an der Zeit ist, selber die Verantwortung für ihre Wohnung zu übernehmen. Ich erkläre ihr meinen Plan, bei jedem Termin ein kleines bisschen zu putzen und die Wohnung auf diese Weise sauber zu halten. Ich schiebe ihr meine liebevoll ausgearbeitete Vereinbarung über den Tisch. Sie soll sie unterschreiben.
Die schwarze Madonna hört mir zu, mit fassungsloser Miene. Sie fasst das Papier mit spitzen Fingern an und legt es vor sich. Sie schaut mit großen Augen erst auf die Vereinbarung und dann auf mich.
„Ist das jetzt ein Störsender oder stehen Sie unter Drogen?“ Fragt sie mich.
So viel zu meinen pädagogischen Maßnahmen.
Es wird schnell klar, dass die schwarze Madonna auf gar keinen Fall eine derartig lachhafte Vereinbarung unterschreiben wird.
„Okay.“ Sage ich. „Ich habe das verstanden. Sie sind dagegen. Und ich kann sehen, dass Sie sich ärgern. Vielleicht ist das zuviel verlangt, dass Sie unsere Idee auch noch gut finden sollen. Dann machen wir das eben anders. Ich will, dass Sie putzen. Der gesetzliche Betreuer will das auch. Sie wollen das nicht. Ich lege jetzt einseitig folgende Regel fest: In Zukunft werde ich nur dann mit Ihnen Kaffee trinken gehen, wenn Sie vorher mit mir putzen. Basta. Und Sie dürfen so sauer sein, wie Sie wollen. Das ist Ihr gutes Recht.“
„Das ist gemein.“ Sagt die schwarze Madonna. „Ich habe keine Lust zu putzen. Sie können mich nicht dazu zwingen.“
„Stimmt.“ Sage ich. „Ich kann Sie nicht zum Putzen zwingen. Sie können mich aber auch nicht zwingen, mit Ihnen Kaffee trinken zu gehen.“
„Das muss ein Störsender sein.“ Sagt die Schwarze Madonna.
Ein Glück habe ich etwas, womit ich sie erpressen kann.
Bis zum nächsten Termin mache ich mir viele Gedanken. Ich will die schwarze Madonna nicht quälen, ich will sie motivieren. Dazu muss ich konsequent sein, ich muss gleichzeitig aber auch vermitteln, dass Putzen etwas Positives ist.
Das wird schwer.
So ganz privat habe ich mit dem Putzen nämlich auch meine Schwierigkeiten. Jedesmal, wenn es wieder ansteht, und das ist ja regelmäßig der Fall, fechte ich verzweifelte Kämpfe mit meinem inneren Schweinehund aus. Ich quäle mich ganz furchtbar damit. Deswegen bin ich ganz bestimmt kein gutes Vorbild. Ein Glück weiß die schwarze Madonna nichts davon.
Wie soll ich ihr bloß etwas vermitteln, was ich selber so schlecht kann?
Naja, so stimmt das auch nicht. Ich kann schon. Aber ich hasse es.
In meiner Studienzeit habe ich für sieben Mark fünfzig brutto die Stunde im Krankenhaus den Schleim von den Wänden geputzt, während die Jungs für zwanzig Mark in der Feinleiterfertigung in meditativer Atmosphäre Kontakte montierten. So war das damals.
Ich kann professionell putzen, ich kann sogar im Akkord putzen. Aber ich will einfach nicht.
Ich grabe in meiner Erinnerung. Mir fällt eine Begegnung aus meiner Kindheit ein. Irgendwann, irgendwo, auf verschlungenen Pfaden kreuzte ich den Weg einer echten schwäbischen Hausfrau.
Ich kann mich noch gut an meine Faszination erinnern. Sie war die erste und einzige Frau, der ich je begegnet bin, die den Haushalt nicht als lästige Pflicht, sondern als eine echte Passion ansah.
Am Deutlichsten erinnere ich mich an ihre Hände. Es waren kräftige, ungemein geschickte Hände mit flinken und wendigen Fingern. Diese Hände konnten sprechen. Sie berührten Weingläser, Speisereste, Möbelstücke, Staubflecken, Kleidung und eklige Schmutzhaufen, Schönes und Schreckliches mit dem gleichen heiligen Ernst. Putzen war für diese Hände eine sakrale Handlung, vergleichbar mit einem Gottesdienst. Alles, was diese Hände anfassten, kam mir plötzlich bedeutend und kostbar vor. Es sprach eine wissende Liebe zu den Dingen aus ihnen, die ich nie vergessen habe, auch wenn ich sie nicht teilen konnte.
An diesem Bild kann ich mich festhalten.
Zum nächsten Termin mit der schwarzen Madonna erscheine ich bewaffnet mit Schrubber, Besen, Handfeger, Putzmitteln, Lappen und Schwämmen. Was man halt so braucht.
Ich mache eine erste Bestandsaufnahme. Alles ist verstaubt und verklebt. Die schwarze Madonna steht in eisigem Schweigen daneben und gibt mir deutlich zu verstehen, dass ich dabei bin, an ihr ein Sakrileg erster Güte zu begehen.
Da ich weiß, wie wichtig es für sie ist, die Kontrolle zu behalten, will ich sie aussuchen lassen, womit sie anfangen will. Sie rümpft nur die Nase. „Na schön.“ Sage ich. „Sie machen Badewanne und Waschbecken. Ich fange in der Küche an. Und los.“
Tatsächlich, sie tut es. Langsam und mit viel Kopfschütteln, aber immerhin. Diskret komme ich ein paar Mal vorbei, unter einem Vorwand, und schaue, was sie macht. Wer weiß, vielleicht hat sie noch nie geputzt und weiß gar nicht, wie das geht. So taktvoll wie möglich erkläre ich ihr das Eine oder Andere, aber ich merke doch, dass sie Ahnung hat.
Derweil lasse ich für sie die schwäbische Hausfrau auferstehen. Ich achte darauf, was meine Hände beim Putzen erzählen. Ich bin freundlich und respektvoll. Ich gebe uns Zeit. Ich summe bei der Arbeit fröhlich vor mich hin. Ich achte darauf, dass wir nicht zu lange putzen, und freue mich nachher mit ihr an dem Ergebnis.
Es klappt.
Wir haben einen Anfang gemacht.
Ein paar mal geht alles gut, und ich fange an, mich sicherer zu fühlen. Dann kommt der Moment, an dem die schwarze Madonna die Grenzen testet.
Sie beginnt damit, in der Küch die Spüle zu schrubben. Ich sauge derweil das Schlafzimmer. Sie putzt die Spüle. Ich fege und wische das Wohnzimmer. Sie ist immer noch an der Spüle. Ich mache eine Bemerkung darüber, die sie ignoriert. Ich schnappe mir das Scheuerpulver und nehme mir eine der klebrigen Türen vor. Die schwarze Madonna ist immer noch mit der Spüle beschäftigt.
Jetzt habe ich langsam genug. Ich setze mich auf das Sofa und warte. Die schwarze Madonna hört auf, die Spüle zu bearbeiten und behauptet, jetzt sei sie auch fertig.
Sie setzt sich mir gegenüber und steckt sich mit feinem Lächeln eine Zigarette an.
„Ich möchte gerne ins Café Hübsch.“ Verkündet sie mit großer Selbstverständlichkeit.
„Schön.“ Sage ich. „Heute gibt’s aber keinen Kaffee.“
Das Lächeln verschwindet.
„Ich bin echt sauer.“ Sage ich. „Ich lass mich nämlich nicht gerne verarschen. Wenn Sie denken, Sie können stundenlang auf einem Mini- Fleck rumwischen, während ich im Alleingang ihre Grundreinigung erledige, dann macht mich das verdammt sauer. Das ist Ihre Wohnung und Ihr Dreck, und ich bin nicht Ihre Putzfrau. Entweder wir putzen beide richtig, oder gar nicht. Und deswegen habe ich heute keine Lust, mit Ihnen Kaffee zu trinken.“
Die schwarze Madonna glaubt mir nicht.
Sie zieht ihren Mantel an, packt ihre Siebensachen, und macht sich mit mir auf den Weg.
„Zum Café Hübsch geht’s aber hier lang!“ Sagt sie unterwegs.
„Schon vergessen?“ Sage ich. „Heute kein Kaffee.“
Sie ist so verdutzt, dass sie sich wortlos von mir in die Klinik bringen lässt.
Inzwischen ist die Wohnung richtig gut in Schuss. Der gesetzliche Betreuer hat es geschafft, außerdem noch eine Renovierung zu organisieren. Wir putzen jede Woche, ohne Diskussion.
Die schwarze Madonna ist seitdem ein bisschen mehr in unserer Welt gelandet. Sie redet mehr, sie wirkt offener, und sie nimmt viel mehr von ihrer Umgebung wahr.
Ungefähr ein Jahr später komme ich morgens zu unserem gewohnten Termin zu ihr nachhause.
„Ich fühl mich heute nicht nach Putzen.“ Sagt die schwarze Madonna. „Ich bin ein bisschen krank, glaube ich.“
„Na, das tut mir ja leid.“ Sage ich. „Was haben Sie denn?“
„Ach, dies und das, nicht Schlimmes. Nur ein bisschen krank. Gehen wir Kaffee trinken?“
Ich muss herzlich lachen. „Also wenn Sie so krank sind, kann ich es auf gar keinen Fall verantworten, sie ins Café zu entführen. Da müssen Sie sich erst mal richtig auskurieren.“
Die schwarze Madonna klappert mit den Wimpern. „Sie gehen nicht mit mir ins Café? Echt nicht?“
„Also, entweder, Sie sind wirklich krank, dann sollten Sie zuhause bleiben. Oder Sie sind vielleicht doch nicht so krank, dann könne Sie auch ein bisschen Putzen. Wissen Sie nicht mehr, unsere Regel? Entweder oder. Ich werd dann mal gehen. Nächste Woche sind Sie bestimmt wieder gesund. Gute Besserung!“
„Ach, Moment mal, ich glaube, ich kann doch ein bisschen putzen.“ Sagt die schwarze Madonna schnell.
Auf dem Weg ins Café dreht sie sich zu mir und sagt: „Das hat’s echt gebracht. Dass Sie gesagt haben, Sie gehen nicht mit mir Kaffee trinken.“ Ich ziehe die Augenbrauen hoch. Sie nickt mir anerkennend zu. „Doch, das hat’s gebracht. Das war richtig gut.“ Sagt sie zufrieden.
Posted by Brangäne on Sunday, May 21. 2006 at 22:22 in Alles nur im Kopf, Erfahrungsberichte
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Jo
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