Medblog-Leser
knutsen hat uns freundlicherweise seinen
Erfahrungsbericht über den Verlauf einer Magenspiegelung mit allen Begleiterscheinungen zur Verfügung gestellt.
Sein Blog, das sich mit seinem Leben und Informatik-Studium befasst, findet Ihr unter
http://www.datamoon.de/knutsen/, den Artikel-Text könnt Ihr mit seiner Erlaubnis (danke!) auch hier lesen:
Da ich vor einiger Zeit eine Magenschleimhautentzündung hatte und auch nach Absetzen der Medikamente noch nicht alle Beschwerden vorbei waren, überwand ich mich und ging zum Gastroenterologen, um mir eine Magenspiegelung verpassen zu lassen. Zumindest besprach ich mit ihm die Lage der Dinge und wartete, bis er das von sich aus vorschlug, was er schließlich auch tat. Zwei Wochen später, gestern, sollte die Sache über die Bühne gehen.
Interessanterweise verabschiedeten sich meine letzten Beschwerden einige Tage, nachdem ich den Termin gemacht habe. Das war noch so ein Indiz dafür, daß bei mir Probleme und schwere Entscheidungen immer sofort auf den Magen schlagen. In diesem Fall war es wohl mein Ringen, ob ich die Gastroskopie durchziehen sollte oder nicht. So resultierte auch die Magenschleimhautentzündung vermutlich aus einer Ansammlung von (teilweise selbstverursachtem und jetzt nicht mehr vorhandenem) Stress.
Auch wenn ich nunmehr ohne Beschwerden war, fand ich mich um 0800 in der Praxis ein; nüchtern und ohne Mahlzeit seit dem Vortag um 1800. Sicherlich hätte ich auch absagen können, aber ich wollte auch Sicherheit, daß die Sache jetzt endlich erledigt war. Nach kurzen fünf Minuten Wartezeit wurde ich in einen kleinen Raum mit einer Liege, einem Ultraschallgerät und einem Gerät zur Durchführung der Gastroskopie geführt. Vermutlich befand sich noch mehr darin, aber mein Blick und mein Wissen reichte nicht aus, die Dinge näher zu spezifizieren.
Thursday, July 6. 2006 at 23:31 (Link) (Reply)
Sunday, July 9. 2006 at 20:59 (Link) (Reply)
Und so lange hat sie auch gedauert. Mein Bericht ist vielleicht so detailliert, daß es länger erscheint, als es war.
Wednesday, February 14. 2007 at 20:53 (Reply)
hoffentlich läuft alles so unkompliziert ab, wie hier beschrieben. wenn nicht werd ich es hier rein schreiben
Monday, March 12. 2007 at 20:50 (Reply)
Tuesday, July 24. 2007 at 10:43 (Reply)
Zuerst sollte man mal sagen dass die bei Dir bestimmt nicht alles richtig gemacht haben da sonst diese Schmerzen nicht aufgekommen wären und durch dein nervöses und panisches Verhalten hast du die Sache noch verschlimmert.
Ich habe mir bereits einige Beiträge hier (und in anderen Foren) über den Verlauf der Magenspiegelungen durchgelesen und muss sagen ich bni geschockt wie manche hierüber berichten! :shock: Es ist sicherlich auch so dass in den meisten Foren entweder Leute über schlechte Erfahrungen posten oder Leute denen eine Magenspiegelung zum ersten mal bevor steht somit sind diese Aussagen hier wirklich nicht tauglich um anderen darüber eine neutrale Vorstellung von dem zu vermitteln wie so eine "normale" Magenspiegelung wirklich abläuft!
Wie viele andere hier hab ich mich auch durch die Foren gelesen und hatte nach einigen Beiträgen so panische Angst vor der Magenspiegelung dass ich mir schon überlegt habe nicht hinzugehen (trotz 3jährigen wiederkehrenden Magenkrämpfen). Meine Vorstellungen waren jedoch sowas von Realitätsfremd dass ich schon manchmal fast den Eindruck habe dass diverse Leute hier versuchen Erstpatienten einen Mega Schrecken zu verpassen!
Hier mal meine Schilderung meiner ersten Magenspiegelung die ich heute hinter mich gebracht habe:
7:30 Termin beim Doc - rein gekommen und erst einmal Fragebogen über Vorerkrankungen etc. durchlesen und dementsprechend ankreuzen müssen. Danach durfte ich auch schon zum Doc ins Besprechungszimmer. Er hat mich über Symptome etc. gefragt und mir den Ablauf der Magenspiegelung bestens erklärt. Er hatte auch gemerkt dass ich mega Schiss habe und nannte mir gleich die Möglichkeit des Rachensprays und der Sedierung ( Beruhigungsspritze "Dormicum"). Hatte mich dann auch aufgeklärt dass er noch nie einen Patienten in meinerm Alter (ich bin 28 und männlich) hatte der diese Spritze nicht vertragen hatte oder Atemprobleme bekam und wenn sowas doch mal passieren sollte (passiert eher bei sehr alten Patienten) dann sei die Praxis und das Personal dementsprechend ausgerüstet und geschult (Gegenmittel und HK-Koffer).
Dann ging es auch schon in den "OP-Raum" wo ich Schuhe ausziehen musste (sonst konnte ich alles anbehalten) und auf einer Liege erst einmal Platz nahm. Die Krankenschwester (die sehr nett war) kam rein und hat mir erst einmal ein kleines Glässchen mit einem Mittel gegeben was den Schaum im Magen reduzieren soll (no prob da geschmackslos etc.) und mir einen Venenzugang gelegt. Auf meinen Hinweis dass ich gern auch per EKG kontrolliert werden möchte (zwecks Puls, Herz, Atemfunktion etc.) hat Sie mich "verdrahtet". Dann hab ich mich auf die Liege gelegt und dann kam auch schon der Arzt. Er hat gesagt für den Fall dass ich es nicht mehr aushalten würde kann er innerhalb 1-2 Sekunden den Schlauch wieder rausziehen und ich sollte versuchen ruhig durch den Mund (nicht die Nase wie hier oft geschrieben!) atmen denn das würde den Rachen besser entspannen. Dann bekam ich die Spritze in den Zugang gedrückt und mir wurde es leicht schwindelig und ich wurde müde, war jedoch vollkommen bei Bewusstsein (glaubte ich zumindest) und war sehr entspannt!
Dann gaben Sie mir ein Mundstück auf das ich beissen sollte (um nicht unnötig auf dem Endoskopschlauch rumzukauen) und schon wurde der kleine Schlauch eingeführt. Klaro die ersten 1-5 Sekunden waren kurz unangenehm und ich musste leicht gurgsen aber ehrlich gesagt ist es lange nicht so schlimm wie wenn man Erbrechen muss oder so. Dann war der Schlauch schon in der Speiseröhre und wurde bis in den Magen bzw. Zwölffingerdarm geschoben. Es wurden noch ein paar Proben entnommen (von drei Proben hat es bei einer leicht geziept) und dann kam der Schlauch schon wieder raus. Dabei kommt ein bissl Schleim mit hoch was nun aber nicht sonderlich drastisch ist! Ich bekam ein paar Servieten zum Mund abputzen und durfte noch kurz sitzen bleiben. Dann bin ich schon wieder aufgestanden und zurück zum Empfang getörkelt (klar leicht benommen ist man aber nicht schlimm) . Da blieb ich dann noch 30Min sitzen und dann wurde mir das Pflaster mit dem Venenzugang entfernt und ich konnte mich von meiner Freundin heimfahren lassen.
Das war meine Magenspiegelung vor der ich mich über eine Woche zuvor verrückt gemacht hab und am morgen vor der Spiegelung noch fast den Termin abgesagt hätte!
Glaubt mir eins, es war wirklich nicht schlimm und jeder von euch kann das ohne große Probleme überstehen! Macht euch nicht verrückt und sucht euch einen vertrauensvollen Arzt raus! So ein Eingriff dauert gerade mal 10 Min. und mir kam es (evtl. bedingt durch die Sedierung) vor wie 2 Minuten!
Übrigens, das Ergebniss brachte hervor dass ich eine Entzündung im Magen habe und ein Geschwür im Zwölffingerdarm! Nicht auszudenken was passiert wäre wenn ich weitere Jahre nicht zum Doc gegangen wäre denn sowas kann auch irgendwann mal zum Magendurchbruch führen wenn es nicht rechtzeitig mit Antibiotika etc. behandelt wird und eine Not-OP ist ganz sicher nicht angenehmer!!
In diesem Sinne, traut euch! :wink:
Viele Grüße
Ben
Saturday, July 28. 2007 at 11:35 (Link) (Reply)
> hier auch mal angemeldet weil ich mich
> echt über die vielen Beiträge aufrege.
Huh? Und worüber regst Du Dich auf?
> Zuerst sollte man mal sagen dass die
> bei Dir bestimmt nicht alles richtig
> gemacht haben da sonst diese Schmerzen
> nicht aufgekommen wären und durch dein
> nervöses und panisches Verhalten hast
> du die Sache noch verschlimmert.
Häh? Was für Schmerzen? Ich hab nirgendwo von Schmerzen gesprochen. Ach doch, zweimal: Und zwar, daß es sie nicht gab.
Und nervös oder panisch hab ich mich auch nicht verhalten. Ich hab geschrieben, daß es nicht angenehm war, aber ich glaube, das ist es für niemanden.
> Ich habe mir bereits einige Beiträge
> hier (und in anderen Foren) über den
> Verlauf der Magenspiegelungen
> durchgelesen und muss sagen ich bni
> geschockt wie manche hierüber
> berichten! :shock: Es ist sicherlich
> auch so dass in den meisten Foren
> entweder Leute über schlechte
> Erfahrungen posten oder Leute denen
> eine Magenspiegelung zum ersten mal
> bevor steht somit sind diese Aussagen
> hier wirklich nicht tauglich um
> anderen darüber eine neutrale
> Vorstellung von dem zu vermitteln wie
> so eine "normale" Magenspiegelung
> wirklich abläuft!
Mein Bericht hatte die Absicht, die Realität widerzuspiegeln. Nicht beschönigen, aber auch nicht beschönen. Und ich glaube, so sollte es sein.
Inwiefern Deiner anders ist als meiner, ist mir nicht ganz klar. Vor einem Venenzugang wäre ich persönlich auch aufgeregt, da ich alles, was mit Spritzen zusammen hängt, absolut nicht mag. Aber das ist individuumsabhängig.
Daß man bei der Angelegenheit auch durch den Mund atmen kann, ist eine Sache, die ich überrascht aufnehme. Denn mein Doc hatte damals explizit gesagt, ich solle durch die Nase atmen. Aber vermutlich geht tatsächlich beides. Jeder Doc hat da wohl seine Vorlieben.
Tuesday, March 4. 2008 at 09:53 (Reply)
gestern hatte ich meine Gastroskopie. Ohne Betäubung, da der Arzt es nicht wollte: angeblich hätte ich 6 h in der Praxis verweilen müssen. Dies werde ich NIE wieder so zulassen und würde auch jedem davon abraten.
Ablauf: Spray zum Betäuben des Rachens, danach Einführen des Schlauches durch das feste Mundstück. Anders als angekündigt, hatte ich die nächsten ca 3 min ständigen Brechreiz und ständiges unfreiwilliges Schlucken auf dem Schlauch. Atmen sollte ich übrigens durch den Mund, was OK. ging. Die Entnahme der Probe verursachte nur ein leichtes Zwicken im Bauch, ebenfalls kein Problem.
Zusammenfassung: eine tierische Quälerei, die auch dadurch nicht besser wird, dass sie "nur" 3 min dauert. Eigentlich bin ich hart im nehmen und habe mich vorher nicht wirklich verrückt gemacht. Jetzt aber weiß ich - nie wieder auf diese Weise, sondern nur noch mit Narkose. Ciao, Anke
Tuesday, March 11. 2008 at 07:07 (Reply)
Monday, April 21. 2008 at 11:05 (Reply)