"Ultrasound to treat war wounds" - etwa: Ultraschall zur Behandlung von Kriegsverletzungen - betitelt die BBC einen
Artikel über eine im Entstehen begriffene neue medizintechnische Entwicklung, die aus Mitteln der US-Militärs finanziert wird.
Das Gerät soll als eine Art Bandage um zu behandelnde Körperzonen gelegt werden können und mittels Ultraschall zunächst gerissene Gefäße und Blutungen lokalisieren, dafür wird ein sogenannter "Doppler-Ultraschall" (
Doppler-Sonographie) eingesetzt. Das ist kein neues Verfahren - neu wird allerdings sein, dass es sich um ein besonders kleines, leichtgewichtiges Gerät handeln soll, das auch von Laien (Soldaten) nach kurzer Einweisung angewendet werden kann.
Neu ist auch, daß ein Ultraschall-Impuls erzeugt werden soll, der dann die lokalisierten Gewebs- bzw. Gefäßrupturen verschließen (
kauterisieren) soll.
Das Projekt mit dem Namen
Deep Bleeder Acoustic Coagulation (DBAC) wird von zwei Forscherteams verfolgt, die beide Gelder von der entsprechenden US-Behörde bekommen haben. Auf der einen Seite forscht ein Team von Siemens, auf der anderen Seite ein Team von Philips, jeweils mit Unterstützung aus Universitäten. Für die kommenden 4 Jahre sind 50 Mio. Dollar für das Projekt veranschlagt.
Die medizinische Seite ist klar, aber die technische ist kompliziert. Man darf also gespannt sein...
Ich finde es interessant, daß solche Anwendungen vom Militär und für das Militär entwickelt werden. Ein transportables Gerät, das auch von Nichtmedizinern bedient werdn kann, wäre auch für die zivile Notfallversorgung sicher interessant. Falls die Militärs damit rausrücken.
Zum Weiterlesen:
Voller Artikel bei der BBC