Während für Behandlungen immer weniger Geld da ist, und wir alle mehr für die Krankenversicherung zahlen und im Krankenhaus auch noch kräftig zuzahlen dürfen, gehen viele der Empfänger unserer hart verdienten Euros relativ lax mit unserem Geld um.

Das AOK-Institut legt einen neuen Krankenhausreport vor. Danach wären bei den deutschen Kliniken Einsparungen von fast vier Milliarden Euro in der Verwaltung möglich. Hauptproblem ist der Mangel an Effizienz.
-- Quelle: DIE WELT, image: annia316
Im Kreuzfeuer der Kritik stehen besonders nicht privatisierte Kliniken, die oft eine zu schwerfällige Bürokratie haben, das meiste Geld werde "in den Verwaltungsetagen" sinnlos verbraten.
Die deutschen Krankenhäuser könnten laut einer Studie bis zu 3,7 Milliarden Euro bei den Verwaltungskosten sparen, ohne dass die Patienten medizinische Nachteile in Kauf nehmen müssten. Das ist das Ergebnis einer am 27. November mit dem Krankenhaus-Report 2006 veröffentlichten Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK. Danach könnte an den am wenigsten effizienten Berliner Kliniken pro Krankenhausfall 509 Euro gespart werden. Besonders effizient wirtschaften der Studie zufolge die Kliniken in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein. -- Quelle: GesundheitPro
Allerdings tragen auch Krankenkassen ihren Teil zu Bürokratie und Kosten bei.
So verlange die AOK per Computerprogramm regelmäßig nach weiteren Auskünften zu einzelnen Behandlungen. Die Ärzte müssten dies dann für jeden Einzelfall individuell beantworten.- Quelle: GesundheitPro
Das Hauen und Stechen hat begonnen. Nachdem die Gesundheitsreform von den Krankenhäusern in Deutschland fordert, mehrere hundert Mio. Euro einzusparen, wird erst mal fröhlich weiter nach Schuldigen (alle anderen) und Entschuldigungen gesucht, statt die Anregungen aufzunehmen und umzusetzen. Vorbildlich...