Der Sommer naht mit Riesenschritten und allerorten wird mal wieder vor den Schäden gewarnt, die man sich beim Sonnenbad zuziehen kann. Natürlich, wer es übertreibt und sich einen Sonnenbrand holt, tut der Gesundheit keinen Gefallen. Umgekehrt ist das Meiden der Sonne aus vielen Gründen aber ebenso unklug.
Patienten mit hohem Blutdruck etwa sollten sich zweimal überlegen, ob sie ihren Körper mit Diuretika und Betablockern stressen wollen. Bereits 2003 stellte ein
Forscherteam der Boston University (um Prof. Dr. Holick, Professor für Medizin, Dermatologie, Physiologie und Biophysik und eine der Weltkoryphäen in Sachen UV-Strahlung, Haut und Vitamin D) fest, dass eine sogenannte
Helio- bzw. Phototherapie - im Fall der Testpersonen über sechs Wochen dreimal wöchentlich Bestrahlung mit
UV-B auf einer Sonnenbank - exakt die gleiche blutdrucksenkende Wirkung hat wie handelsübliche Betablocker - aber keine ihrer Nebenwirkungen.
Veröffentlicht wurde die Studie bei The Lancet.
Auch über die Gesamtdauer der Untersuchung, 9 Monate lang, blieb der Bluthochdruck der mit UV-B behandelten Patienten gesünder und niedriger als bei der Kontrollgruppe.
Nach Holicks Ansicht genügt es schon, täglich einen Spaziergang von 15-20 Minuten mit moderater Sonnenexposition der Haut (Arme, Gesicht, Hände) zu machen, um in den Genuß der protektiven Wirkung der Sonne zu kommen, in südlichen Ländern mit stärkerer Sonneneinstrahlung entsprechend weniger.
Dass Sonnenlicht gut tut, kann jeder am eigenen Leib erfahren - ein Sonnenbad entspannt und wärmt, wenn es Sommer wird geht auch die gute Laune nach oben. Und doch warnen Forscher zunehmend davor, in die Sonne zu gehen, die Lichtschutzfaktoren der Sonnens
Tracked: Aug 16, 07:59