Noch ist es nur Zukunftsmusik, noch funktioniert das Ganze erst im Tierversuch, sollte es aber auf den Menchen übertragbar sein, könnte es sich um eine bahnbrechende Entwicklung handeln:
Tomonori Nochi von der Universität Tokio und seine Mitarbeiter hatten Reispflanzen genetisch so verändert, dass sie in ihren Samen ein Teilstück des krankmachenden Eiweißes der Cholera-Bakterien produzierten. Die Forscher zeigten zunächst, dass dieses Impfeiweiß von aggressiver Magensäure nicht zerstört wird. Mäuse, denen die Wissenschaftler anschließend den Reis verabreichten, bildeten Antikörper gegen das Eiweiß und waren daraufhin vor der Durchfallerkrankung geschützt.
Die Forscher wiesen die Antikörper vor allem auch direkt in den Schleimhäuten nach, über die Krankheitserreger wie das Cholera-Bakterium oft in den menschlichen Körper gelangen. - Quelle: stern.de
So wenig ich im allgemeinen von Gentechnik und genveränderter Nahrung hatte, so genial finde ich diese Idee.
Für viele Menschen in den Entwicklungsländern könnte ein simpler Sack vom richtigen Reis für viele Monate einen Schutz gegen die
Cholera bedeuten - ohne aufwändige Impfprogramme, ohne Medikamente die gekühlt und transportiert und fachgerecht gelagert und gespritzt werden müssen. Solange das die Regierungen dieser Welt nicht als Entschuldigung dafür nehmen, die Versorgung ihrer Bevölkerung mit sauberem, unverseuchtem Trinkwasser auch weiterhin stiefmütterlich zu behandeln...
Saturday, June 23. 2007 at 23:48 (Link) (Reply)
a:) Genveränderte Nahrungsmittel = Patent, somit lizenskosten; Stichwort HIV-Medikamente und der Verbot von Generikanachbau in armen Ländern
b:) Ist es bei Cholera immer das gleiche Toxin oder gibt es dort auch verschiedene Arten.
c:) Wenn beim Reis der Stoffwechsel verändert wird, hat dies auch Auswirkungen auf andere "Eigenschaften" vom Reis
d:) Wenn Länder Hungerhilfe ablehnen, da diese Gehnmanipuliert ist (siehe Sambia: http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/nachrichten/artikel/sambia_lehnt_gen_mais_ab/
e:) Und: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/2/2830/1.html