Endlich Urlaub, Endlich Lernen ....oder auch nicht
Nach mehr als einem Jahr habe ich endlich wieder richtigen Urlaub. Und ich muss sagen, dass ich ihn wirklich nötig habe. Ich bin völlig fertig und der Arbeitsalltag hat sich so in mir eingebrannt, dass ich noch immer nicht richtig ausschlafen kann. Auch richtige Entspannung ist noch nicht angesagt, da ich noch nicht loslassen kann.
In der Zwischenzeit hatten wir endlich fest zugeteilte Ärzte in der Frauenpoliklinik bekommen. Dies half jedoch nicht lange, da sich beide Ärzte, für die allgemeine Gynäkologie und für die Poli-Gyn, krank abmeldeten. Also mussten andere Ärzte aushelfen. Nur leider hatten diese keine Ahnung von dem, wie hier was lief. Wir hatten dadurch doppelt soviel Arbeit, da wir die Ärzte immer noch aufklären mussten und vieles an Arbeit übernehmen mussten, damit diese Ärzte überhaupt klar kamen. Dabei hatten wir uns doch gerade mit den zugeteilten Ärzte arrangiert und verstanden.
In der Zwischenzeit hatten wir endlich fest zugeteilte Ärzte in der Frauenpoliklinik bekommen. Dies half jedoch nicht lange, da sich beide Ärzte, für die allgemeine Gynäkologie und für die Poli-Gyn, krank abmeldeten. Also mussten andere Ärzte aushelfen. Nur leider hatten diese keine Ahnung von dem, wie hier was lief. Wir hatten dadurch doppelt soviel Arbeit, da wir die Ärzte immer noch aufklären mussten und vieles an Arbeit übernehmen mussten, damit diese Ärzte überhaupt klar kamen. Dabei hatten wir uns doch gerade mit den zugeteilten Ärzte arrangiert und verstanden.
Abgesehen davon, dass ich kontinuierliche Kopfschmerzen hatte und damit auch nicht immer hundertprozentig arbeitstauglich war, waren die Mitarbeiter recht zufrieden mit mir. Selbst die Ärzte hätten mich am liebsten behalten.
Einer wollte mich sogar dazu überreden Ärztin zu werden. Ehrlich ... ich würde es vom Fleck weg machen, jedoch bin ich dann wahrscheinlich halb Rentnerin wenn ich fertig bin.
Ist zwar etwas übertrieben, da es scheinbar auch schneller geht, je nachdem was für ein Arzt man werden möchte, aber trotzdem muss das ja auch finanziert werden. Nur von wem? Wenn dann muss ich auch wieder eine bestimmte Zeit gearbeitet haben (5 Jahre glaube ich) und erst dann bekäme ich eltern-unabhängiges BAFÖG. Aber mal abwarten und Tee trinken. Vielleicht reitet mich doch mal ein Pferd und ich werde Ärztin. Schließlich hat ne Schulkameradin auch vor Kurzem mit dem Ärztestudium angefangen.
Was mich an der Poliklinik auch noch beeindruckt hat, dass man dort per Ultraschall Embryonen oder Feten anschauen kann. Leider meistens von Frauen, die eine Abtreibung wünschen. Es ist echt erstaunlich, wie kühl und distanziert die Mütter damit umgehen können und einfach in der Lage sind, ein Leben zu zerstören. Aber das Thema hatten wir ja schon. Jedenfalls ist es immer Lustig die Ultraschallaufnahmen zu beobachten, denn je nachdem wie weit das Kind ist winken die auch schon gerne Mal in die "Kamera". Wenn ich das sehen würde als Mutter, könnte ich wahrlich das Kind nicht mehr abtreiben. Mag aber auch daran liegen, dass sich bei mir auch so langsam der Kinderwunsch regt, bzw. eigentlich schon längst da ist, nur noch die richtigen Umgebungsbedingungen eintreten müssen. seufzel
Zu einem anderen Thema. Eigentlich wollte ich ja unbedingt meine Theoriesachen in meinem Urlaub aufarbeiten. Und was ist? Pustekuchen. Ich habe es doch glatt geschafft, ein Thema komplett durch zu bekommen und eins zu einem Dreiviertel. Urlaub ist dafür echt nicht geeignet. Aber die Schulzeit mit Sicherheit auch nicht. Mal sehen wie ich das mache. Teilweise herrscht in den Unterlagen auch ein Chaos - nicht durch mich bedingt
- das ich nicht wirklich weiß wie ich anfangen soll. Zum Beispiel Rechtswissenschaften. Durchaus ein wichtiges Fach. Nur wenn die Thematiken immer streuselkuchenartig in den Unterricht eingebracht werden, dann frage ich mich, wie ich da eine Struktur reinbekommen soll. Denn es gibt keine große Überschrift wie: Diesen Block behandeln wir alles zum Familienrecht. Sondern es heißt: "heute und morgen geht es um elterliche Sorge und Adoption." Im nächsten Block ist es dann Vertragsrecht, usw.
Jedenfalls bin ich erstmal die Unterlagen durch und habe mir alle behandelten Themen angeschaut und unter bestimmten "Gesetzen" zusammengefasst, wie Familienrecht, Arbeitsrecht, Grundrechte etc. Nur muss der Kram noch abgeschrieben werden und dazu noch ein paar Informationen gesammelt werden, da die Aufzeichnungen nur einen kleinen Einblick in das Thema geben, aber keine Definition oder Beschreibung des Gesetzes. Dazu sind die Aufzeichnungen will durch einander, so dass die einzelnen Stichpunkte auch noch sortiert werden müssen.
Einige Neuerungen traten jetzt auch in der Endprüfung statt, da der erste Kurs diese nun in unserem Haus absolviert hat. Den Lehrern waren da ein paar Dinge aufgefallen und uns wurde auch der dezente Hinweis gegeben, das zur Anatomie in der schriftlichen Prüfung gerade mal 2 Fragen kamen. Und was ist der Großteil meiner schriftlichen Aufzeichnung? Nun ratet mal. Daher stellt sich bei mir wiederum ein kleines Problem ein. Den ganzen Kram wieder aufs nötigste zu trimmen, ohne dabei die Grundfunktionen von Organen etc. außer acht zu lassen und mich hauptsächlich um die pflegerischen Aspekte zu kümmern.
Dazu wird wohl die mündliche Prüfung so geändert, dass sie sich nicht - wie erst angekündigt - an unserer praktischen Prüfung orientiert, sondern dass Themen vorgegeben werden die gleichstark in ihrem Lernaufwand sind und die man dann per Los vor der Prüfung ziehen muss. Keine schlechte Idee. Ist schließlich nichts anderes wie meine mündliche Abiprüfung. Und vor allem fairer.
Denn bereits in der Zwischenprüfung konnte man absehen, dass einige Schüler Patienten hatte, die "Larifari"-Erkrankungen hatten, wie Diabetes oder Bandscheibenvorfall ohne großartige Nebenerkrankungen und andere hatten dann komplexe Erkrankungen wie Lungenentzündung mit KHK, Diabetes, Nephropatie etc.
Okay, man könnte natürlich sagen, diejenigen hätten einfach sich einen anderen Patienten aussuchen müssen oder hätten auf eine andere Station gehen können. Dies ist leider jedoch nicht möglich, da wir uns an einem bestimmten Tag einen Patienten aussuchen mussten und dann auf unsere letzte Station gehen sollten. Damit war die Auswahl schon mal sehr eingeschränkt.
Dazu kamen noch seltsame Unterschiede bei den Prüfungen ansich. Manche mussten Organe bis ins Feinste erklären, während andere wiederum nur kurz die Funktion erklären mussten und dann eine Erklärung zu einem Problem abgeben mussten, welches bei dem Patienten auftrat.
Ich hoffe, dies ändert sich in der Endprüfung. Zum Glück haben wir auch unseren Feedback zu der Prüfung gegeben und hoffen, dass daraus auch Konsequenzen entstehen. Mit Sicherheit haben es die Lehrer auch nicht leicht.
Na gut, was gibt es noch zu sagen? Ich komme jetzt - wieder - auf die Gynäkologie. Zum Glück aber erst nach dem Theorieblock. Danach folgt dann auch mein Geburtseinsatz, sprich ich komme auf eine Geburtsstation und mit ein wenig Glück kann ich bei einer Geburt dabei sein. Danach folgt glaube ich auch schon die Psychiatrie. (Wir haben zum Beginn des 3. Lehrjahres jetzt endlich unseren "3-Jahres-Plan" und wissen jetzt wo wir für den Rest der Ausbildung hin kommen. und wo unser Prüfung statt findet.) Aber bis dahin vergeht noch viel Zeit.
Bleibt mir gesund.
Was mich an der Poliklinik auch noch beeindruckt hat, dass man dort per Ultraschall Embryonen oder Feten anschauen kann. Leider meistens von Frauen, die eine Abtreibung wünschen. Es ist echt erstaunlich, wie kühl und distanziert die Mütter damit umgehen können und einfach in der Lage sind, ein Leben zu zerstören. Aber das Thema hatten wir ja schon. Jedenfalls ist es immer Lustig die Ultraschallaufnahmen zu beobachten, denn je nachdem wie weit das Kind ist winken die auch schon gerne Mal in die "Kamera". Wenn ich das sehen würde als Mutter, könnte ich wahrlich das Kind nicht mehr abtreiben. Mag aber auch daran liegen, dass sich bei mir auch so langsam der Kinderwunsch regt, bzw. eigentlich schon längst da ist, nur noch die richtigen Umgebungsbedingungen eintreten müssen. seufzel
Zu einem anderen Thema. Eigentlich wollte ich ja unbedingt meine Theoriesachen in meinem Urlaub aufarbeiten. Und was ist? Pustekuchen. Ich habe es doch glatt geschafft, ein Thema komplett durch zu bekommen und eins zu einem Dreiviertel. Urlaub ist dafür echt nicht geeignet. Aber die Schulzeit mit Sicherheit auch nicht. Mal sehen wie ich das mache. Teilweise herrscht in den Unterlagen auch ein Chaos - nicht durch mich bedingt
Jedenfalls bin ich erstmal die Unterlagen durch und habe mir alle behandelten Themen angeschaut und unter bestimmten "Gesetzen" zusammengefasst, wie Familienrecht, Arbeitsrecht, Grundrechte etc. Nur muss der Kram noch abgeschrieben werden und dazu noch ein paar Informationen gesammelt werden, da die Aufzeichnungen nur einen kleinen Einblick in das Thema geben, aber keine Definition oder Beschreibung des Gesetzes. Dazu sind die Aufzeichnungen will durch einander, so dass die einzelnen Stichpunkte auch noch sortiert werden müssen.
Einige Neuerungen traten jetzt auch in der Endprüfung statt, da der erste Kurs diese nun in unserem Haus absolviert hat. Den Lehrern waren da ein paar Dinge aufgefallen und uns wurde auch der dezente Hinweis gegeben, das zur Anatomie in der schriftlichen Prüfung gerade mal 2 Fragen kamen. Und was ist der Großteil meiner schriftlichen Aufzeichnung? Nun ratet mal. Daher stellt sich bei mir wiederum ein kleines Problem ein. Den ganzen Kram wieder aufs nötigste zu trimmen, ohne dabei die Grundfunktionen von Organen etc. außer acht zu lassen und mich hauptsächlich um die pflegerischen Aspekte zu kümmern.
Dazu wird wohl die mündliche Prüfung so geändert, dass sie sich nicht - wie erst angekündigt - an unserer praktischen Prüfung orientiert, sondern dass Themen vorgegeben werden die gleichstark in ihrem Lernaufwand sind und die man dann per Los vor der Prüfung ziehen muss. Keine schlechte Idee. Ist schließlich nichts anderes wie meine mündliche Abiprüfung. Und vor allem fairer.
Denn bereits in der Zwischenprüfung konnte man absehen, dass einige Schüler Patienten hatte, die "Larifari"-Erkrankungen hatten, wie Diabetes oder Bandscheibenvorfall ohne großartige Nebenerkrankungen und andere hatten dann komplexe Erkrankungen wie Lungenentzündung mit KHK, Diabetes, Nephropatie etc.
Okay, man könnte natürlich sagen, diejenigen hätten einfach sich einen anderen Patienten aussuchen müssen oder hätten auf eine andere Station gehen können. Dies ist leider jedoch nicht möglich, da wir uns an einem bestimmten Tag einen Patienten aussuchen mussten und dann auf unsere letzte Station gehen sollten. Damit war die Auswahl schon mal sehr eingeschränkt.
Dazu kamen noch seltsame Unterschiede bei den Prüfungen ansich. Manche mussten Organe bis ins Feinste erklären, während andere wiederum nur kurz die Funktion erklären mussten und dann eine Erklärung zu einem Problem abgeben mussten, welches bei dem Patienten auftrat.
Ich hoffe, dies ändert sich in der Endprüfung. Zum Glück haben wir auch unseren Feedback zu der Prüfung gegeben und hoffen, dass daraus auch Konsequenzen entstehen. Mit Sicherheit haben es die Lehrer auch nicht leicht.
Na gut, was gibt es noch zu sagen? Ich komme jetzt - wieder - auf die Gynäkologie. Zum Glück aber erst nach dem Theorieblock. Danach folgt dann auch mein Geburtseinsatz, sprich ich komme auf eine Geburtsstation und mit ein wenig Glück kann ich bei einer Geburt dabei sein. Danach folgt glaube ich auch schon die Psychiatrie. (Wir haben zum Beginn des 3. Lehrjahres jetzt endlich unseren "3-Jahres-Plan" und wissen jetzt wo wir für den Rest der Ausbildung hin kommen. und wo unser Prüfung statt findet.) Aber bis dahin vergeht noch viel Zeit.
Bleibt mir gesund.
Posted by shanice on Saturday, June 23. 2007 at 10:29 in Ausbildung, Erfahrungsberichte, Schwester, Skalpell bitte!
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