Im Rahmen der allwöchentlichen "Langen Nacht" - Samstag früh ab 0.05 Uhr bei Deutschlandradio Kultur zu hören, und am gleichen Tag um 23:05 (also in der Nacht zum Sonntag) auf Deutschlandfunk - läuft heute bzw. morgen Nacht eine dreistündige Sendung unter dem Titel
Fehlgeleitete Signale - Eine Lange Nacht über die Parkinsonsche Erkrankung
Beschreibung von dradio.de:
Kein selbst geschälter Apfel, kein handgeschriebener Brief, kein gut gefülltes Glas - selten noch ein Restaurantbesuch. Das ständige Zittern lässt den Alltag zur Tortur werden. Keine sportlich-schnellen Abendspaziergänge, kein Tanzkurs. Weil jeder Schritt schleppend und das Gleichgewicht gestört ist.
Morbus Parkinson ist keine neue Erkrankung. Schon in der Antike wird das Zittern, der unsichere Gang, die undeutlicher werdende Sprache und die maskenartige Mimik beschrieben. Benannt ist sie nach dem englischen Arzt und Apotheker James Parkinson. 1817 veröffentlichte er die erste umfassende klinische Beschreibung der fortschreitenden Bewegungsstörung und bezeichnete sie als "Schüttellähmung".
Der bekannteste Patient: Papst Johannes Paul II. Wissenschaftler haben in den letzten Jahren viel gelernt über die Ursachen der Parkinson-Krankheit. Bildgebende Verfahren machen die Diagnose sicherer. Die Behandlung der Symptome konnte verbessert werden: Medikamente bringen die Botenstoffe im Gehirn zumindest eine Zeit lang wieder ins Gleichgewicht, und ein operativ eingesetzter "Hirnschrittmacher" kann für flüssigere Bewegungsabläufe sorgen.