Endlich Urlaub, Endlich Lernen ....oder auch nicht
In der Zwischenzeit hatten wir endlich fest zugeteilte Ärzte in der Frauenpoliklinik bekommen. Dies half jedoch nicht lange, da sich beide Ärzte, für die allgemeine Gynäkologie und für die Poli-Gyn, krank abmeldeten. Also mussten andere Ärzte aushelfen. Nur leider hatten diese keine Ahnung von dem, wie hier was lief. Wir hatten dadurch doppelt soviel Arbeit, da wir die Ärzte immer noch aufklären mussten und vieles an Arbeit übernehmen mussten, damit diese Ärzte überhaupt klar kamen. Dabei hatten wir uns doch gerade mit den zugeteilten Ärzte arrangiert und verstanden.
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Kampf der Bürokratie (vor allem mit Papier)
Nun, nach einer Ewigkeit schreibe ich mal wieder. Ich beginne erstmal mit dem, wo ich jetzt bin: Und zwar der Frauen-Poliklinik.
Die ersten vier Wochen waren gerade zu die Hölle. Nicht von den Kollegen her, sondern vom Stress. Wir hatten im Unterricht, zum Glück, genau das Thema Gynäkologie vorher durch genommen, so dass der Einstieg in die Thematik leicht fiel. Nur hat uns keiner darauf vorbereitet, was das für eine Bürokratie und Stress dort ist. Jede Akte bekommt mind. 6 Papiere, die dann wild durch die Gegend fliegen, ansatt das alles gleich in den Computer einzugeben.
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Ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest...
Jedoch ist Weihnachten auch immer ein Grund, Symptome nicht ernst zu nehmen. Da ich dieses Weihnachten Dienst habe, sehe und höre ich oft von einigen Fällen, dass es einen nur noch wundern kann. Nicht nur dass der vorweihnachtliche Stress unterschätzt und ignoriert wird, sondern dass viele sich den Bauch so voll schlagen, dass der Gang ins Krankenhaus ignoriert oder besonders angegangen wird.
Daher möchte ich euch einige Anekdoten erzählen, die sich wahrscheinlich in jedem Krankenhaus zu immer der selben Zeit, nämlich zu Weihnachten, ereignen.
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Traumjob: OP-Schwester
Aber erst einmal zurück zum Anfang. Wie bereits erwähnt stand mein Einsatz im OP an. Wir durften uns bereits vor einigen Monaten aussuchen, in welchen OP wir gerne wollten. Es wurde uns empfohlen einen OP aus dem Bereich auszusuchen, in dem wir bereits gearbeitet haben. Da ich jedoch nicht viel für den orthopädischen OP übrig hatte, auf der Gynäkologie noch nicht war und ich nicht wirklich täglich Kinder auf dem OP-Tisch sehen wollte, hatte ich mich für die Plastische Chirurgie und den Augen-OP entschieden.
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Von Nieren und was ein Zahnarztbesuch alles anstellen kann...
Wie in meinem letzten Bericht erwähnt, war ich in meinem letzten Einsatz auf der Transplantalogie. Ein sehr interessantes Fachgebiet mit ganz anderen Anforderungen an die Pflegekräfte. Aber auch das Verhältnis zu den Ärzten ist dort ein ganz anderes. Hier herrscht viel Sympathie und Gruppengefühl. Es gibt nicht diese Unterteilung Ärzte und Pflegekräfte, wo man sich nur auf arbeitstechnischer Ebene unterhält. Hier wurde gemeinsam gefrühstückt und sich auch über private Sachen unterhalten.
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In der Haut von Blinden
Der Besucher wird in die Welt der Blinden und Sehbehinderten eingeführt. In einem Parkour von ca. 600 qm läuft der nun hilflose Besucher durch das künstlich geschaffene Areal unter der Führung eines Sehbehinderten oder Blinden und muss lernen sich mit seinen restlichen Sinnen die Welt um sich herum zu entdecken. Und die Ausstellung läßt keine Möglichkeit aus, diese Sinne zu stören. Dies geschieht aber nicht mutwillig. Denn diese Situationen kennen wir aus dem Alltag, wirken sie dort doch völlig normal auf uns. Nur hier im Dunkeln sind sie noch mehr behindernd. Mehr wird aber nicht verraten. Geht selbst zum "Dialog im Dunkeln" und seht die Welt mit anderen Augen.
Webseite der Ausstellung: "Dialog im Dunkeln"
Achtung: Die Folgeseite benötigt etwas mehr Zeit zum laden.
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Krebs, Tote, Behinderungen und mangelhafte Ärzteausbildung
Aber kommen wir erst einmal zur Gastroenterologie. Sicherlich eine schwierige Station für viele Schüler aber auch Pflegekräfte. Dies liegt aber weniger an den komplizieren Erkrankungen sondern mehr an den Nebeneffekten. Wer mit Erbrochenem, Urin und Stuhlgang Schwierigkeiten hat, ist auf dieser Station sicherlich nicht auf Dauer glücklich.
Natürlich muss man in jedem Fachgebiet mit Ausscheidungen umgehen, aber sicherlich nicht in einem so intensiven Sinne. Viele Patienten kommen mit Symptomen wie Erbrechen nach dem Essen, was sich natürlich am Anfang auch auf der Station fortsetzt. Auch wenn die Patienten auf "Diät" gesetzt werden. Dazu kommen auch Patienten, denen nach einem Tumorentfernung im Enddarm (Rectum- oder Sigma-Ca) der Anus vernäht und ein künstlicher Darmausgang (Stoma) geschaffen wurde.
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Schule, Sterben, Station.....
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Urlaubsreif
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Auf in die Traumatologie...
Auf meiner letzten Station (Neurochirurgie) habe ich an meinem letzten Tag noch einmal ein großes Blech Kuchen ausgegeben. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und empfand die meisten Patienten als sehr interessant und nett. Das Personal war auch immer hilfsbereit und geduldig mit mir.
Danach hatte ich mir eine kleine Liste in meinem Büchlein angelegt (wo ich auch immer Fragen aufschreibe, die ich während der Arbeit habe, oder Begriffe, die ich erklärt haben will), in dem ich die Stationen nach Schulnoten bewerte. Dabei nehme ich nicht nur die Arbeitsweisen als Anhaltspunkt, sondern auch Krankheitsbilder, Kollegen, Ärzte, Arbeitsablauf, Dienstplangestaltung und vielleicht noch mehr, wenn mir noch was einfällt. Ich denke, dass es eine recht gute Idee ist. Vor allem, wenn man dann übernommen wird und seine Wunschstation äußern kann. Ob sie jedoch realisierbar ist, ist wieder eine andere Frage.
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