Radiotipp: Zeitreisen - Contergan
Morgen, am Mittwoch, 31. Oktober, widmet sich Deutschlandradio Kultur der vor 50 Jahre ihren Anfang genommen habenden Contergan-Krise und der Geschichte des Medikaments:
"Skandalmedikament und Hoffnungsträger" - Die wechselvolle Geschichte des Contergan.
Deutschlandradio Kultur, 31.10.2007, 19:30 Uhr
"Skandalmedikament und Hoffnungsträger" - Die wechselvolle Geschichte des Contergan.
Deutschlandradio Kultur, 31.10.2007, 19:30 Uhr
Posted by Ishtar on Tuesday, October 30. 2007 at 15:59 in Pharmaindustrie
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Migräne und Trexima
"Do you get a lot of migraines, Gil? You should ask your doctor for a prescription of sumatripton. works for me."- CSI, ep. 7x06: Burn Out
Gestern sah ich die oben genannte Folge CSI und machte mich neugierig auf die Suche nach Sumatripton. Sumatripton, oder bekannter unter seinem Markennamen Imitrex, manchmal auch als Sumatripan bezeichnet, wirkt am Serotoninrezeptor ähnlich wie auch Serotonin:
Imitrex mimics certain actions of serotonin, a naturally-occurring neurotransmitter that plays a role in several biological functions in the body, including some in the brain. Serotonin affects nerve cells by stimulating and interacting with various types of receptors, which in turn trigger certain responses in the cells.
Unlike other migraine medications, Imitrex selectively activates (as an agonist) the receptors that constrict blood vessels in the head, which are thought to be dilated and distended during a migraine attack. Because Imitrex is highly selective to a particular receptor (5-HT1), it is able to achieve increased therapeutic advantages. - Quelle: Glaxo Wellcome Pressemeldung
Nun ist Imitrex ein alter Hut für die meisten Migränepatienten, aber seit einiger Zeit macht eine Neuentwicklung bei Migränetabletten von sich reden: Trexima.
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Posted by Ishtar on Tuesday, November 21. 2006 at 07:49 in Pharmaindustrie
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Kosten, Kranke, Korruption
In der Berliner Morgenpost heute zu lesen:
Was muß man sich unter Korruption vorstellen?
Wegen der Korruption im internationalen Gesundheitswesen haben Millionen Menschen keine ausreichende medizinische Versorgung. Zudem fördert dieser Zustand die Verbreitung resistenter und tödlicher Krankheitserreger, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der in Berlin ansässigen Organisation Transparency International (TI) hervorgeht. "Korruption im Gesundheitssektor kostet mehr als Geld", erklärte TI-Chefin Huguette Labelle. "Der Preis für die Korruption im Gesundheitswesen wird in menschlichen Leben bezahlt."
Was muß man sich unter Korruption vorstellen?
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Posted by Ishtar on Thursday, February 2. 2006 at 07:56 in Aus aller Welt, Gesundheitspolitik, Krankenkassen, Pharmaindustrie, Vermischtes
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Ende der Geschenkekultur?
Eine Gruppe renommierter Ärzte, darunter Dr. Jerome Kassirer, ehemals Chefredakteur des New England Journal of Medicine; Dr. Jordan Cohen, Präsident der Association of American Medical Colleges und Dr. David Blumenthal, Leiter des Institute for Health Policy am Massachusetts General Hospital, haben in der aktuellen Ausgabe des Journal of the American Medical Association ein generelles Verbot von Geschenken an Ärzte durch Pharma- und Medizintech-Konzerne gefordert.
Amerikanische Pharmakonzerne investieren rund 21 Milliarden Dollar in Marketing, davon gehen 90 % an Ärzte.
Amerikanische Pharmakonzerne investieren rund 21 Milliarden Dollar in Marketing, davon gehen 90 % an Ärzte.
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Posted by Ishtar on Thursday, January 26. 2006 at 07:09 in Aus aller Welt, Pharmaindustrie
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Abschied vom Penicillin
Aus dem Ärzteblatt:
Bislang verabreichen bis zu 80 % der Ärzte bei Streptokokken-Angina Amoxicillin, und immer noch 10-20 Prozent Penicillin. Penicilling ist aber nicht nur wegen der steigenden Risstenz der Erreger kritisch, sondern weil es auch andere Bakterien im Körper schädigt, die quasi natürliche Gegner von Streptokokken sind. Darüber hianus muss Penicillin 10 Tage eingenommen werden. Moderne Cephalospirine (die teurer sind) müssen nur 5 Tage lang eingenommen werden, was zu weniger vorzeitigen Therapieabbrüchen führt. Durch die bessere Heilungsrate könnten Cephalosporine die Penicilline gut und kostenneutral (weniger Medikamente insgesamt, weniger sekundäre und Reinfektionen und weniger erneute Azrtbesuche) ersetzen.
Momentan sind jedoch Penicilline in den Behandlungsrichtlinien der WHO wie in Deutschland DAS Mittel der Wahl, obwohl die oben angesprochenen Probleme schon lange bekannt sind - so tauchten sie bereits im Detail in einer Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie aus dem Jahr 1988 auf.
Bei jedem vierten Kind (25 Prozent) mit Streptokokken-Angina versagen Penicilline. Fast jedes fünfte Kind (18 Prozent) bleibt nach einer Behandlung mit Amoxicillin symptomatisch. Angesichts dieser Zahlen fordern US-Experten die Abkehr von Penicillinen als Mittel der ersten Wahl.
Bislang verabreichen bis zu 80 % der Ärzte bei Streptokokken-Angina Amoxicillin, und immer noch 10-20 Prozent Penicillin. Penicilling ist aber nicht nur wegen der steigenden Risstenz der Erreger kritisch, sondern weil es auch andere Bakterien im Körper schädigt, die quasi natürliche Gegner von Streptokokken sind. Darüber hianus muss Penicillin 10 Tage eingenommen werden. Moderne Cephalospirine (die teurer sind) müssen nur 5 Tage lang eingenommen werden, was zu weniger vorzeitigen Therapieabbrüchen führt. Durch die bessere Heilungsrate könnten Cephalosporine die Penicilline gut und kostenneutral (weniger Medikamente insgesamt, weniger sekundäre und Reinfektionen und weniger erneute Azrtbesuche) ersetzen.
Momentan sind jedoch Penicilline in den Behandlungsrichtlinien der WHO wie in Deutschland DAS Mittel der Wahl, obwohl die oben angesprochenen Probleme schon lange bekannt sind - so tauchten sie bereits im Detail in einer Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie aus dem Jahr 1988 auf.
Posted by Ishtar on Tuesday, December 20. 2005 at 07:58 in Pharmaindustrie, Vermischtes
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Medikamentenskandal in Österreich
Zahlreiche österreichische Ärzte sollen Medikamente, die sie von Pharmafirmen gratis beziehen, an die Krankenkassen weiterverrechnen. Während der Pharmaverband betont, es handele sich um rechtlich abgesicherte und übliche Naturalrabatte im Rahmen einer 'freien Preisgestaltung', sehen das die Krankenkassen ein klein wenig anders.
Ins Rollen gebracht hat den Stein Hans Weiss, Co-Autor des Pharmaklassikers "Bittere Pillen", der behauptete, etwa 40 Prozent aller Medikamente in Österreich würden von den Pharmakonzernen verschenkt. Im Umkehrschluss seien die Medikamente etwa 40 Prozent zu teuer.
"Laut Ö1 prüft mittlerweile das Finanzministerium, ob es Beweise für Steuerhinterziehungen gibt. Das Büro für interne Angelegenheiten im Innenministerium prüft in Sachen Korruption, und auch die Staatsanwaltschaft Wien arbeite an einer Sachverhaltsdarstellung, denn die niederösterreichische Gebietskrankenkasse bereite eine erste Anzeige gegen einen Arzt vor." -- DiePresse.com
Ins Rollen gebracht hat den Stein Hans Weiss, Co-Autor des Pharmaklassikers "Bittere Pillen", der behauptete, etwa 40 Prozent aller Medikamente in Österreich würden von den Pharmakonzernen verschenkt. Im Umkehrschluss seien die Medikamente etwa 40 Prozent zu teuer.
Posted by Ishtar on Wednesday, July 20. 2005 at 15:18 in Pharmaindustrie
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Brasilien erklärt amerikanischem Pharmakonzern den Krieg
Dass ein Staat einem amerikanischen Pharmakonzern androht, seine Patente zu ignorieren, ja sogar die heimische Industrie quasi zum Rechtsbruch gegen internationales Patentrecht auffordert, dürft in dieser Form noch nicht vorgekommen sein. Der brasilianische Gesundheitsminister Humberto Costa hat kürzlich genau das getan, nachdem der US-Konzern Abbott nicht bereit war, die Preise für sein AIDS-Medikament Kaletra so weit abzusenken, wie es die Brasilianer forderten.
Brasilien hat schon mehrfach in den letzten Jahren mit ähnlichen Drohungen Pharmakonzerne dazu 'ermutigt', ihre Preise insbesondere für AIDS-Medikamente abzusenken. Den Schritt über die reine Drohung hinaus trat Costa nach eigener Aussage an, da es sich um ein Medikament von 'öffentlichem Interesse' handele und man hoffe, in Zukunft auch andere arme Länder mit billigeren Generika beliefern zu können. Menschenrechtsorganisationen begrüßten den Schritt Brasiliens, während Patentrechtler und Pharmakonzerne den Vorstoß mehr oder wenger als staatlich geduldete Wegelagerei, getrieben von Gier, bezeichneten. Die Brasilianer nutzten das Mitleid mit AIDS-Patienten, um Pharmakonzernen ihren 'ehrlich verdienten Gewinn' wegzunehmen und widerrechtlich an die eigenen lokalen Unternehmen zu verteilen.
Brasilien hat schon mehrfach in den letzten Jahren mit ähnlichen Drohungen Pharmakonzerne dazu 'ermutigt', ihre Preise insbesondere für AIDS-Medikamente abzusenken. Den Schritt über die reine Drohung hinaus trat Costa nach eigener Aussage an, da es sich um ein Medikament von 'öffentlichem Interesse' handele und man hoffe, in Zukunft auch andere arme Länder mit billigeren Generika beliefern zu können. Menschenrechtsorganisationen begrüßten den Schritt Brasiliens, während Patentrechtler und Pharmakonzerne den Vorstoß mehr oder wenger als staatlich geduldete Wegelagerei, getrieben von Gier, bezeichneten. Die Brasilianer nutzten das Mitleid mit AIDS-Patienten, um Pharmakonzernen ihren 'ehrlich verdienten Gewinn' wegzunehmen und widerrechtlich an die eigenen lokalen Unternehmen zu verteilen.
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Posted by Ishtar on Monday, July 4. 2005 at 08:28 in Pharmaindustrie
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