Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Schwierige Anfänge
Einmal in der Woche haben wir eine Dienstbesprechung. Dort werden unter Anderem neue Klienten von unserem Chef vorgestellt und verteilt.
Wir vom Betreuten Einzelwohnen sind Teil der "psychiatrischen Pflichtversorgung". Das bedeutet, ähnlich wie ein Krankenhaus müssen wir alle Klienten aufnehmen, die für diese Hilfeform geeignet sind und sie brauchen. Bis alle unsere Plätze besetzt sind.
Dann gibt es manchmal Wartezeiten.
Dieses Mal habe ich einen Platz frei und bin an der Reihe. So kommt Herr Jung zu mir.
Wieder ein neues Amerika!!!!
Ich erfahre, dass Herr Jung erst 25 Jahre alt ist.
Er ist von der Uniklinik am anderen Ende der Stadt bei uns angemeldet worden.
Er war das erste Mal in der Psychiatrie, hat aber schon eine längere Drogenkarriere hinter sich, mit Alkohol und Cannabis. Zurzeit ist er noch in der Uniklinik. Das Erstgespräch soll dort stattfinden.
Unsere Erstgespräche machen wir immer zu zweit, möglichst ein Mann und eine Frau, weil Männer und Frauen unterschiedliche Sachen beobachten. Außerdem gehen immer diejenigen mit, die auch einen Platz frei haben, so dass ein neuer Klient nicht mit allzu vielen Gesichtern konfrontiert wird. Und damit er nicht alles drei Mal erzählen muss.
Roger meldet sich, er hätte Zeit und auch einen Vertretungsplatz frei, und würde mit mir zusammen da hin fahren.
Das freut mich. Roger mag ich gerne.
Ich rufe in der Uniklinik an und mache einen Termin aus.
Wir vom Betreuten Einzelwohnen sind Teil der "psychiatrischen Pflichtversorgung". Das bedeutet, ähnlich wie ein Krankenhaus müssen wir alle Klienten aufnehmen, die für diese Hilfeform geeignet sind und sie brauchen. Bis alle unsere Plätze besetzt sind.
Dann gibt es manchmal Wartezeiten.
Dieses Mal habe ich einen Platz frei und bin an der Reihe. So kommt Herr Jung zu mir.
Wieder ein neues Amerika!!!!
Ich erfahre, dass Herr Jung erst 25 Jahre alt ist.
Er ist von der Uniklinik am anderen Ende der Stadt bei uns angemeldet worden.
Er war das erste Mal in der Psychiatrie, hat aber schon eine längere Drogenkarriere hinter sich, mit Alkohol und Cannabis. Zurzeit ist er noch in der Uniklinik. Das Erstgespräch soll dort stattfinden.
Unsere Erstgespräche machen wir immer zu zweit, möglichst ein Mann und eine Frau, weil Männer und Frauen unterschiedliche Sachen beobachten. Außerdem gehen immer diejenigen mit, die auch einen Platz frei haben, so dass ein neuer Klient nicht mit allzu vielen Gesichtern konfrontiert wird. Und damit er nicht alles drei Mal erzählen muss.
Roger meldet sich, er hätte Zeit und auch einen Vertretungsplatz frei, und würde mit mir zusammen da hin fahren.
Das freut mich. Roger mag ich gerne.
Ich rufe in der Uniklinik an und mache einen Termin aus.
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Posted by Brangäne on Saturday, April 8. 2006 at 13:40 in Alles nur im Kopf, Drogen, Erfahrungsberichte
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Apropos Fragen Sie Ihren Arzt...
Neulich musste ich zum Hausarzt, weil ich einen komischen Ausschlag bekam. Vermutlich irgendeine Allergie, obwohl ich sonst nicht dazu neige.
Meinen Lieblingshausarzt habe ich leider an die Politik verloren, also habe ich mich in meinem Wohnumfeld umgeschaut und den nächsten besten Hausarzt ausprobiert.
Der Hausarzt hat Logorrhöe, ich schwöre es. Er hat mich skrupellos vollgequatscht, mit lauter Dingen, die überhaupt nichts mit meinem Ausschlag zu tun haben. Ich bin jetzt Bestens über seine Meinung zu Wohnungsgesellschaften, Hartz IV, Mieterhöhungen und der allgemeinen politischen Lage informiert. Nur mit Mühe konnte ich seinen Gesprächsfluß auf mein eigentliches Anliegen lenken. Ich unterbrach ihn schließlich mitten in einer philosophischen Ausführung mit dem Hinweis, dass ich heute nochmal zur Arbeit muß.
Er schrieb mir dann ohne weitere Untersuchung eine Überweisung zum Dermatologen auf, und ein Medikament, das ich mir auf Privatrezept (selber zahlen!) in der Apotheke besorgen sollte.
In der Apotheke wurde mir etwas bang. Ich habe gehört, dass Antiallergika manchmal das eigene Immunsystem bremsen. Das könnte ich gerade nicht gut gebrauchen. Mein Immunsystem ist immer noch eifrig mit Fußreparaturen beschäftigt und wird dafür auch gebraucht.
Ich frage die Apothekerin also, wie das aufgeschrieben Medikament denn wirkt. Sie schaut in den Computer und sagt: "Das ist gegen Herzbeschwerden und hohen Blutdruck." - "Wie bitte?" Frage ich nach. Tatsächlich.
Ein Glück habe ich nachgefragt. Mein Blutdruck ist per se eher niedrig. Wenn ich das eingenommen hätte... Es ist auch so gar nicht das, was ich brauche.
Ich rufe den Hausarzt an. "Ach, herrjeh," sagt er fröhlich, "da bin ich im Computer wohl in der Zeile verrutscht. Na, das macht nix, ham Sie was zu Schreiben, ich sage Ihnen, wie das eigentlich heißt:" - "Danke, nicht nötig:" Sage ich und lege den Höhrer auf.
Von einer Freundin mit Neurodermitis lasse ich mir dann die richtigen Medikamente durchgeben. Sie helfen auch prima. Das nächste mal spare ich mir den Arzt gleich.
Meinen Lieblingshausarzt habe ich leider an die Politik verloren, also habe ich mich in meinem Wohnumfeld umgeschaut und den nächsten besten Hausarzt ausprobiert.
Der Hausarzt hat Logorrhöe, ich schwöre es. Er hat mich skrupellos vollgequatscht, mit lauter Dingen, die überhaupt nichts mit meinem Ausschlag zu tun haben. Ich bin jetzt Bestens über seine Meinung zu Wohnungsgesellschaften, Hartz IV, Mieterhöhungen und der allgemeinen politischen Lage informiert. Nur mit Mühe konnte ich seinen Gesprächsfluß auf mein eigentliches Anliegen lenken. Ich unterbrach ihn schließlich mitten in einer philosophischen Ausführung mit dem Hinweis, dass ich heute nochmal zur Arbeit muß.
Er schrieb mir dann ohne weitere Untersuchung eine Überweisung zum Dermatologen auf, und ein Medikament, das ich mir auf Privatrezept (selber zahlen!) in der Apotheke besorgen sollte.
In der Apotheke wurde mir etwas bang. Ich habe gehört, dass Antiallergika manchmal das eigene Immunsystem bremsen. Das könnte ich gerade nicht gut gebrauchen. Mein Immunsystem ist immer noch eifrig mit Fußreparaturen beschäftigt und wird dafür auch gebraucht.
Ich frage die Apothekerin also, wie das aufgeschrieben Medikament denn wirkt. Sie schaut in den Computer und sagt: "Das ist gegen Herzbeschwerden und hohen Blutdruck." - "Wie bitte?" Frage ich nach. Tatsächlich.
Ein Glück habe ich nachgefragt. Mein Blutdruck ist per se eher niedrig. Wenn ich das eingenommen hätte... Es ist auch so gar nicht das, was ich brauche.
Ich rufe den Hausarzt an. "Ach, herrjeh," sagt er fröhlich, "da bin ich im Computer wohl in der Zeile verrutscht. Na, das macht nix, ham Sie was zu Schreiben, ich sage Ihnen, wie das eigentlich heißt:" - "Danke, nicht nötig:" Sage ich und lege den Höhrer auf.
Von einer Freundin mit Neurodermitis lasse ich mir dann die richtigen Medikamente durchgeben. Sie helfen auch prima. Das nächste mal spare ich mir den Arzt gleich.
Und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker
Gerade in der Apotheke. Ich hole ein Medikament ab.
"Davon dürfen Sie maximal zwei am Tag nehmen." sagt die Apotheken-Fachverkäuferin zu mir. Ich stutze innerlich, nicke, bezahle. Wie ich sehr wohl weiß, beträgt schon die Initialdosis dieses Medikaments zwei Stück. Ich vergewissere mich auf dem Heimweg, dass das die richtige Dosierung ist - es ist.
Zu Hause der Blick auf den Beipackzettel:
bzw. weiter im Text: "Je nach Stärke der Beschwerden alle 6 bis 8 Stunden 1 Tablette, maximal 3 Tabletten am Tag."
Es geht eben nichts über (ungefragt gelieferte) Beratung durch jemanden mit einer Fachausbildung.
"Davon dürfen Sie maximal zwei am Tag nehmen." sagt die Apotheken-Fachverkäuferin zu mir. Ich stutze innerlich, nicke, bezahle. Wie ich sehr wohl weiß, beträgt schon die Initialdosis dieses Medikaments zwei Stück. Ich vergewissere mich auf dem Heimweg, dass das die richtige Dosierung ist - es ist.
Zu Hause der Blick auf den Beipackzettel:
Erstdosis: 2 Tabletten. Folgedosis: 1 Tablette. Tageshöchstdosis: 3 Tabletten.
bzw. weiter im Text: "Je nach Stärke der Beschwerden alle 6 bis 8 Stunden 1 Tablette, maximal 3 Tabletten am Tag."
Es geht eben nichts über (ungefragt gelieferte) Beratung durch jemanden mit einer Fachausbildung.
Posted by Ishtar on Thursday, April 6. 2006 at 09:42 in Erfahrungsberichte, Vermischtes
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Dauert nur 'ne halbe Stunde
Eine Medblog-Leserin, die gern anonym bleiben möchte, hat uns folgenden Beitrag gesendet:
Ich gehöre zu den glücklichen Menschen die abgesehen bei der Geburt und diversen Besuchen nie in ein Krankenhaus mussten. Und wisst Ihr was? Nach dem, was ich erlebt habe, bin ich darüber verdammt froh, und hoffe inständig, dass ich da niemals rein muss.
Vor nicht allzu langer Zeit machte die Grippe die Runde in unserer Gegend, und wie es der Zufall wollte, wurde ein mir nahestehender Verwandter Opfer eben dieser bösen Grippe. Da dieser Verwandte dem männlichen Geschlecht zuzuordnen ist und damit zu den notorischen Arztverweigerern gehört, war das Erstaunen doch recht groß, als man ihn - nach einer Woche Zur-Arbeit-Schleppen - zu Hause antraf und er im Brustton der Überzeugung röchelte: Ich glaube ich sterbe.
Er starb natürlich nicht, aber sein Hausarzt nutzte wohlgemut die wahrlich seltene Gelegenheit, ihn gleich einmal komplett zu untersuchen. Von Belastungs-EKG bis Röntgen war alles dabei und er wurde sogar als fast gesund erklärt.
Seitdem darf er täglich seinen Zuckerspiegel prüfen und diverse Pillen schlucken, aber darum geht es im Moment nicht. Auslöser der folgenden Misere war ein Röntgenbild. Ein Röntgenbild der Lunge, um genau zu sein. Darauf nun sah man etwas: einige kleinere schwarze Flecken nämlich.
Die lapidare Bemerkung des Hausarztes lautete in etwa sinngemäß: Das is' sicher nur altes Narbengewebe. Am besten lassen wir das und kontrollieren alle halbe Jahre ob sich was verändert.
Doch da unser Patient sich dank der Grippe bereits dem Tode nahe fühlte, konnte er diese Erklärung so natürlich nicht auf sich sitzen lassen, ergo wurde ein Spezialist zu Rate gezogen, der sogleich empfahl eine Gewebeprobe nehmen zu lassen. Schließlich wollte man ja auf Nummer sicher gehen.
Ich gehöre zu den glücklichen Menschen die abgesehen bei der Geburt und diversen Besuchen nie in ein Krankenhaus mussten. Und wisst Ihr was? Nach dem, was ich erlebt habe, bin ich darüber verdammt froh, und hoffe inständig, dass ich da niemals rein muss.
Vor nicht allzu langer Zeit machte die Grippe die Runde in unserer Gegend, und wie es der Zufall wollte, wurde ein mir nahestehender Verwandter Opfer eben dieser bösen Grippe. Da dieser Verwandte dem männlichen Geschlecht zuzuordnen ist und damit zu den notorischen Arztverweigerern gehört, war das Erstaunen doch recht groß, als man ihn - nach einer Woche Zur-Arbeit-Schleppen - zu Hause antraf und er im Brustton der Überzeugung röchelte: Ich glaube ich sterbe.
Er starb natürlich nicht, aber sein Hausarzt nutzte wohlgemut die wahrlich seltene Gelegenheit, ihn gleich einmal komplett zu untersuchen. Von Belastungs-EKG bis Röntgen war alles dabei und er wurde sogar als fast gesund erklärt.
Seitdem darf er täglich seinen Zuckerspiegel prüfen und diverse Pillen schlucken, aber darum geht es im Moment nicht. Auslöser der folgenden Misere war ein Röntgenbild. Ein Röntgenbild der Lunge, um genau zu sein. Darauf nun sah man etwas: einige kleinere schwarze Flecken nämlich.
Die lapidare Bemerkung des Hausarztes lautete in etwa sinngemäß: Das is' sicher nur altes Narbengewebe. Am besten lassen wir das und kontrollieren alle halbe Jahre ob sich was verändert.
Doch da unser Patient sich dank der Grippe bereits dem Tode nahe fühlte, konnte er diese Erklärung so natürlich nicht auf sich sitzen lassen, ergo wurde ein Spezialist zu Rate gezogen, der sogleich empfahl eine Gewebeprobe nehmen zu lassen. Schließlich wollte man ja auf Nummer sicher gehen.
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Posted by Ishtar on Wednesday, April 5. 2006 at 09:04 in Erfahrungsberichte
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Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Action!!!
Manche von meinen Arbeitstagen sehen so aus:
Es ist Mittag im Büro. Mein nächster Klient ist gerade zum Einzelgespräch erschienen, und ich kämpfe tapfer gegen ein Kreislauftief an.
Während ich hin und her laufe und Kaffeetassen in den Gesprächsraum trage, klingelt das Telefon.
Eine Krankenschwester von der B- Klinik Station 13 meldet sich.
Ich erfahre von ihr, dass meine Klientin Frau Wirr morgen früh in die Reha verlegt werden soll, nach Unterdorf. Das ist ungefähr eine Stunde Zugfahrt von Oberstadt entfernt.
Ich finde es sehr nett, dass sie mich darüber informiert. Wir sind an diesem Punkt so gar nicht verwöhnt. Ich habe vor einigen Wochen aus Versehen eine Tür aufbrechen lassen, während die Klientin schon lange in der Klinik war. (Diese Geschichte wird auch noch erzählt!)
Die Krankenschwester sagt, Frau Wirr hat keine Kleidung mehr, sie bräuchte bis morgen dringend ein paar Klamotten.
Ich setze mich erst mal.
„Das ist aber verdammt kurzfristig!“ sage ich zu der Schwester. „Kann Ihnen so was nicht ein bisschen früher einfallen?“ Die Schwester stottert ein bisschen und behauptet, sie hätten das auch gerade erst erfahren.
Ich könnte jetzt nachfragen.
Ich könnte meine Energie aber auch sinnvoller einsetzen.
„Ich weiß nicht, ob ich da heute noch was machen kann.“ Sage ich streng zu der Schwester. Vorsichtshalber.
Derweil rattert es schon in meinem Kopf.
Es ist Mittag im Büro. Mein nächster Klient ist gerade zum Einzelgespräch erschienen, und ich kämpfe tapfer gegen ein Kreislauftief an.
Während ich hin und her laufe und Kaffeetassen in den Gesprächsraum trage, klingelt das Telefon.
Eine Krankenschwester von der B- Klinik Station 13 meldet sich.
Ich erfahre von ihr, dass meine Klientin Frau Wirr morgen früh in die Reha verlegt werden soll, nach Unterdorf. Das ist ungefähr eine Stunde Zugfahrt von Oberstadt entfernt.
Ich finde es sehr nett, dass sie mich darüber informiert. Wir sind an diesem Punkt so gar nicht verwöhnt. Ich habe vor einigen Wochen aus Versehen eine Tür aufbrechen lassen, während die Klientin schon lange in der Klinik war. (Diese Geschichte wird auch noch erzählt!)
Die Krankenschwester sagt, Frau Wirr hat keine Kleidung mehr, sie bräuchte bis morgen dringend ein paar Klamotten.
Ich setze mich erst mal.
„Das ist aber verdammt kurzfristig!“ sage ich zu der Schwester. „Kann Ihnen so was nicht ein bisschen früher einfallen?“ Die Schwester stottert ein bisschen und behauptet, sie hätten das auch gerade erst erfahren.
Ich könnte jetzt nachfragen.
Ich könnte meine Energie aber auch sinnvoller einsetzen.
„Ich weiß nicht, ob ich da heute noch was machen kann.“ Sage ich streng zu der Schwester. Vorsichtshalber.
Derweil rattert es schon in meinem Kopf.
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Posted by Brangäne on Tuesday, April 4. 2006 at 21:10 in Alles nur im Kopf, Erfahrungsberichte
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Mein Hallux Valgus, das Gesundheitswesen und ich. 1.Teil
Ich habe einen Hallux Valgus. Zwei, um genau zu sein, an jedem Fuß einen.
Ich habe gehört, das ist so etwas wie eine Volkskrankheit, viele haben das. Der Ballen vorne bei den Zehen wird immer breiter, der große Zeh wird schief, irgendwann kann man keine normalen Schuhe mehr tragen und alles tut weh.
Mein linker Fuß tat mir sehr weh, und im Sommer konnte ich keine Sandalen mehr tragen.
Auf einer Party zeigten mir Bekannte, die das auch hatten, ihre Füße. Sie hatten sich operieren lassen und waren jetzt sehr zufrieden.
Ich sprach mit meinem Hausarzt. Der fand eine Operation richtig und angemessen und empfahl mir einen Orthopäden, den er für kompetent und erfahren hielt. Mein Hausarzt war prima und ich hielt große Stücke auf seine Meinung. Also ging ich zu diesem Orthopäden.
Der Orthopäde empfahl mir eine Lapidus- Arthrodese.
Ich habe gehört, das ist so etwas wie eine Volkskrankheit, viele haben das. Der Ballen vorne bei den Zehen wird immer breiter, der große Zeh wird schief, irgendwann kann man keine normalen Schuhe mehr tragen und alles tut weh.
Mein linker Fuß tat mir sehr weh, und im Sommer konnte ich keine Sandalen mehr tragen.
Auf einer Party zeigten mir Bekannte, die das auch hatten, ihre Füße. Sie hatten sich operieren lassen und waren jetzt sehr zufrieden.
Ich sprach mit meinem Hausarzt. Der fand eine Operation richtig und angemessen und empfahl mir einen Orthopäden, den er für kompetent und erfahren hielt. Mein Hausarzt war prima und ich hielt große Stücke auf seine Meinung. Also ging ich zu diesem Orthopäden.
Der Orthopäde empfahl mir eine Lapidus- Arthrodese.
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Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie
Ich bin Sozialarbeiterin.
Wenn ich auf einer Party bin und danach gefragt werde, was ich denn so mache, ziehe ich vorsichtshalber schon die Schultern hoch. Gleich passiert es wieder.
Ich sage: “Sozialarbeiterin“, und spüre prompt das erste Zurückweichen. Wenn dann sogar noch die höfliche Nachfrage kommt, was ich denn genau mache; und wenn ich dann erzähle, dass ich zu psychisch kranken Leuten nachhause gehe und ihnen helfe, mit ihrem Leben und ihrer Krankheit besser klar zu kommen, spätestens dann ist es so weit. Dann kommt’s wieder:
„Oh Gott, das könnt ich ja nie.“
Der Satz ist nicht lang, und so sehr viele Variationen gibt es nicht davon. Ich kenne alle.
Egal, wo ich gearbeitet habe, ob mit geistig Behinderten, mit Körperbehinderten, mit Alten, mit Kranken, oder wie jetzt mit psychisch Kranken, es ist immer der gleiche Satz gewesen.
Und ich habe ihn satt.
Wenn ich auf einer Party bin und danach gefragt werde, was ich denn so mache, ziehe ich vorsichtshalber schon die Schultern hoch. Gleich passiert es wieder.
Ich sage: “Sozialarbeiterin“, und spüre prompt das erste Zurückweichen. Wenn dann sogar noch die höfliche Nachfrage kommt, was ich denn genau mache; und wenn ich dann erzähle, dass ich zu psychisch kranken Leuten nachhause gehe und ihnen helfe, mit ihrem Leben und ihrer Krankheit besser klar zu kommen, spätestens dann ist es so weit. Dann kommt’s wieder:
„Oh Gott, das könnt ich ja nie.“
Der Satz ist nicht lang, und so sehr viele Variationen gibt es nicht davon. Ich kenne alle.
Egal, wo ich gearbeitet habe, ob mit geistig Behinderten, mit Körperbehinderten, mit Alten, mit Kranken, oder wie jetzt mit psychisch Kranken, es ist immer der gleiche Satz gewesen.
Und ich habe ihn satt.
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Posted by Brangäne on Friday, March 31. 2006 at 10:45 in Alles nur im Kopf, Erfahrungsberichte
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The ShareCare Experience
Nchdem ich mich mit einigen Naturheilverfahren und den Büchern von Andrew Weil, und in der Folge auch vom Craniosacral-Guru John Upledger befaßt habe, packte mich die Neugierde - ein Blick auf die Webseite des Upledger-Institutes verriet mir, dass es in Deutschland 1-Tages-Kurse zur Einführung in die Craniosacral-Therapie für Laien gibt, genauer, in eine einfache Methode der Selbstbehandlung und Behandlung anderer durch "Handauflegen". Diese Kurse heißen weltweit gleich, nämlich ShareCare. ShareCare ist ursprünglich daraus entstanden, dass Upledger Familienangehörigen seiner Patienten ermöglichen wollte, ihren Lieben auch fern seiner Praxis etwas von der Therapie angedeihen zu lassen.
ShareCare bedeutet soviel wie geteilte Pflege/Sorge, ein Teilhaben am Heilungsprozess, hat aber auch noch eine Unterbedeutung von achtsamem Sich-Kümmern, die ganz gut zur Heilmethode der Craniosacral-Schule passt. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, findet erste Infos auf der oben genannten Website oder im Buch (s.o.),
Vergangenes Wochenende begab ich mich also zu einem Share-Care-Seminar, das von 9-17 Uhr in einer physiotherapeutischen Praxis stattfand, und für welches ich eine Gebühr von 58 Euro bezahlte.
ShareCare bedeutet soviel wie geteilte Pflege/Sorge, ein Teilhaben am Heilungsprozess, hat aber auch noch eine Unterbedeutung von achtsamem Sich-Kümmern, die ganz gut zur Heilmethode der Craniosacral-Schule passt. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, findet erste Infos auf der oben genannten Website oder im Buch (s.o.),
Vergangenes Wochenende begab ich mich also zu einem Share-Care-Seminar, das von 9-17 Uhr in einer physiotherapeutischen Praxis stattfand, und für welches ich eine Gebühr von 58 Euro bezahlte.
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Posted by Ishtar on Tuesday, December 6. 2005 at 11:29 in Erfahrungsberichte
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Da machen wir einen Zinkleimverband...
Andrea M, 29 (Name geändert), geht mit Überlastungsschmerzen im rechten Handgelenk zum Arzt. Andrea M. arbeitet als Sekretärin an PC und Schreibmaschine, die Diagnose ist also schnell gestellt: Sehnenscheidentzündung, die deutsche Antwort auf RSI (repetetive strain injury). "Da machen wir einen Zinkleimverband und Sie schonen das Gelenk." Gesagt, getan.
Ein Zinkleimverband ist so etwas wie die Vorstufe zum Gips und insbesondere bei Arthrose ein angezeigtes Behandlungsmittel.
Es geht eine Woche ins Land. Es geht eine weitere Woche ins Land. Mit Ausnahme der Tatsache, dass Andrea M. ziemlich genervt ist, da sie mit dem Verband schlecht schlafen und noch schwieriger duschen kann, verändert sich nichts. Das Handgelenk tut nach wie vor höllisch weh. Der Arzt vermutet, die Patientin habe das Gelenk "heimlich" belastet. Fehlanzeige. Zwei weitere Wochen mit frischem Zinkleimverband vergehen, der Arbeitgeber von Andrea M. ist mittlerweile schwer genervt und versteht nicht, wieso das so lange dauert. Der Arzt beschließt, nun sei es Zeit für den Gips.
Es folgen zwei Wochen mit einem eingegipsten Arm und Andrea M. ist froh, beidhändig veranlagt zu sein, da der Gips die Hand von den Fingerspitzen bis zum Ellbogen lahmlegt. Nach den beiden Wochen kommt der Gips ab. Die Schmerzen sind immer noch da. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, erklärt der Mediziner Andrea M. für "geheilt" und verordnet ihr Physiotherapie bzw. Krankengymnastik.
Folgsam - sie möchte ihren Job behalten - tappt Andrea M. mit schmerzendem Arm zur Arbeit und des Abends in eine physiotherapeutische Praixs. Die Therapeutin, die ihre Behandlung an diesem Tag übernimmt, ist Spezialistin für Tuina, eine chinesische Heilmassage. Sie fragt Andrea M., ob sie mit einer entsprechenden Akupressurmassage für den Anfang einverstanden ist. Andrea M. bejaht. Die Patientin legt sich auf die Massageliege und springt laut schreiend beinahe wieder auf, als ihre Physiotherapeutin beginnt, am Arm einen Druckpunkt zu berühren, so intensiv ist der Schmerz.
"Können Sie das nicht etwas vorsichtiger machen?" Die Therapeutin bleibt ganz gelassen und demonstriert Andrea M. den Massagegriff am gesunden Arm - ein harmloser, milder Druck.
Die erstaunte Patientin legt sich wieder hin. Bei einem erneuten Fingerdruck berichtet sie, dass das davon ausgelöste Gefühl 'bis zum Ohr ziehe'. "Ahja?" bemerkt die Therapeutin freundlich und neugierig und setzt einen weiteren Griff an. "Und das?"
Mit insgesamt 4 Druckpunktgriffen kreist die Tuina-Masseurin das Problem ein, zwischendrin saß Andrea M. dafür aufrecht.
"Legen Sie sich doch nochmal hin." Andrea M. tut, wie ihr geheißen. Die Therapeutin umfaßt ihren Kopf und bringt mit einem sanften Rucken und einem leisen Knirschen zwei Wirbel in der Halswirbelsäule wieder an ihre angestammte Position. Andrea M. berichtet, das sie sich den Rest des Tages fühlt, als ob sie eine Flasche Sekt getrunken hätte. Die Schmerzen im Arm sind weg. Ein für alle Mal, mit nur einer Behandlung.
Diagnose: Sehnenscheidentzündung... und 6 Wochen Arm im Verband.
Ein Zinkleimverband ist so etwas wie die Vorstufe zum Gips und insbesondere bei Arthrose ein angezeigtes Behandlungsmittel.
Es geht eine Woche ins Land. Es geht eine weitere Woche ins Land. Mit Ausnahme der Tatsache, dass Andrea M. ziemlich genervt ist, da sie mit dem Verband schlecht schlafen und noch schwieriger duschen kann, verändert sich nichts. Das Handgelenk tut nach wie vor höllisch weh. Der Arzt vermutet, die Patientin habe das Gelenk "heimlich" belastet. Fehlanzeige. Zwei weitere Wochen mit frischem Zinkleimverband vergehen, der Arbeitgeber von Andrea M. ist mittlerweile schwer genervt und versteht nicht, wieso das so lange dauert. Der Arzt beschließt, nun sei es Zeit für den Gips.
Es folgen zwei Wochen mit einem eingegipsten Arm und Andrea M. ist froh, beidhändig veranlagt zu sein, da der Gips die Hand von den Fingerspitzen bis zum Ellbogen lahmlegt. Nach den beiden Wochen kommt der Gips ab. Die Schmerzen sind immer noch da. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, erklärt der Mediziner Andrea M. für "geheilt" und verordnet ihr Physiotherapie bzw. Krankengymnastik.
Folgsam - sie möchte ihren Job behalten - tappt Andrea M. mit schmerzendem Arm zur Arbeit und des Abends in eine physiotherapeutische Praixs. Die Therapeutin, die ihre Behandlung an diesem Tag übernimmt, ist Spezialistin für Tuina, eine chinesische Heilmassage. Sie fragt Andrea M., ob sie mit einer entsprechenden Akupressurmassage für den Anfang einverstanden ist. Andrea M. bejaht. Die Patientin legt sich auf die Massageliege und springt laut schreiend beinahe wieder auf, als ihre Physiotherapeutin beginnt, am Arm einen Druckpunkt zu berühren, so intensiv ist der Schmerz.
"Können Sie das nicht etwas vorsichtiger machen?" Die Therapeutin bleibt ganz gelassen und demonstriert Andrea M. den Massagegriff am gesunden Arm - ein harmloser, milder Druck.
Die erstaunte Patientin legt sich wieder hin. Bei einem erneuten Fingerdruck berichtet sie, dass das davon ausgelöste Gefühl 'bis zum Ohr ziehe'. "Ahja?" bemerkt die Therapeutin freundlich und neugierig und setzt einen weiteren Griff an. "Und das?"
Mit insgesamt 4 Druckpunktgriffen kreist die Tuina-Masseurin das Problem ein, zwischendrin saß Andrea M. dafür aufrecht.
"Legen Sie sich doch nochmal hin." Andrea M. tut, wie ihr geheißen. Die Therapeutin umfaßt ihren Kopf und bringt mit einem sanften Rucken und einem leisen Knirschen zwei Wirbel in der Halswirbelsäule wieder an ihre angestammte Position. Andrea M. berichtet, das sie sich den Rest des Tages fühlt, als ob sie eine Flasche Sekt getrunken hätte. Die Schmerzen im Arm sind weg. Ein für alle Mal, mit nur einer Behandlung.
Diagnose: Sehnenscheidentzündung... und 6 Wochen Arm im Verband.
Posted by Ishtar on Friday, August 12. 2005 at 11:39 in Erfahrungsberichte
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Defined tags for this entry: Orthopädie, Qualität
Schon gewusst? Transsexualität ist in!
Es war eine Begegnung der besonderen Art... vielleicht ja auch der Dritten.
Ich hatte zugesagt, einen guten Freund zur Niederlassung der Barmer Ersatzkasse zu begleiten, zu der man ihn - quasi - hinzitiert hatte. (Aber natürlich meint man das alles nur nett.) Besagter Freund steht kurz vor einer geschlechtsangleichenden Operation, oder würde gerne kurz davor stehen.
Die Gutachten, die Vater Staat zur Vornamensä¤nderung benötigt, sind erstellt, ein Alltagstest erfolgt seit 5 (sic!) Jahren, eine Hormontherapie seit 3 Jahren. Sein Geburtsgeschlecht ist für jemanden, der ihm gegenübersteht schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu erkennen, es sei denn, man beginnt an Stellen zu suchen, wo neugierige Nasen nichts verloren haben. Und dieses Manko sollte die fällige OP ein für alle Mal beseitigen.
Doch ist es eine Sache, den Staat mitsamt seinem bürokratischen Apparat zu überzeugen und eine andere, das selbe bei einer Krankenkasse zu tun, die ihre Drachenpranke auf dem Geldtopf stehen hat, aus dem die OP finanziert werden muß.
Wir kamen also dort an und wurden von einer Sachbearbeiterin abgeholt, auf deren Lätzchen schon deutlich 'Ich habe hier keine Entscheidungen zu treffen, schon gar keine wichtigen.' zu lesen war und zu ihrem Chef, dem Chef der Niederlassung, gebracht...
Ich hatte zugesagt, einen guten Freund zur Niederlassung der Barmer Ersatzkasse zu begleiten, zu der man ihn - quasi - hinzitiert hatte. (Aber natürlich meint man das alles nur nett.) Besagter Freund steht kurz vor einer geschlechtsangleichenden Operation, oder würde gerne kurz davor stehen.
Die Gutachten, die Vater Staat zur Vornamensä¤nderung benötigt, sind erstellt, ein Alltagstest erfolgt seit 5 (sic!) Jahren, eine Hormontherapie seit 3 Jahren. Sein Geburtsgeschlecht ist für jemanden, der ihm gegenübersteht schon seit geraumer Zeit nicht mehr zu erkennen, es sei denn, man beginnt an Stellen zu suchen, wo neugierige Nasen nichts verloren haben. Und dieses Manko sollte die fällige OP ein für alle Mal beseitigen.
Doch ist es eine Sache, den Staat mitsamt seinem bürokratischen Apparat zu überzeugen und eine andere, das selbe bei einer Krankenkasse zu tun, die ihre Drachenpranke auf dem Geldtopf stehen hat, aus dem die OP finanziert werden muß.
Wir kamen also dort an und wurden von einer Sachbearbeiterin abgeholt, auf deren Lätzchen schon deutlich 'Ich habe hier keine Entscheidungen zu treffen, schon gar keine wichtigen.' zu lesen war und zu ihrem Chef, dem Chef der Niederlassung, gebracht...
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