Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Schwierige Anfänge
Wir vom Betreuten Einzelwohnen sind Teil der "psychiatrischen Pflichtversorgung". Das bedeutet, ähnlich wie ein Krankenhaus müssen wir alle Klienten aufnehmen, die für diese Hilfeform geeignet sind und sie brauchen. Bis alle unsere Plätze besetzt sind.
Dann gibt es manchmal Wartezeiten.
Dieses Mal habe ich einen Platz frei und bin an der Reihe. So kommt Herr Jung zu mir.
Wieder ein neues Amerika!!!!
Ich erfahre, dass Herr Jung erst 25 Jahre alt ist.
Er ist von der Uniklinik am anderen Ende der Stadt bei uns angemeldet worden.
Er war das erste Mal in der Psychiatrie, hat aber schon eine längere Drogenkarriere hinter sich, mit Alkohol und Cannabis. Zurzeit ist er noch in der Uniklinik. Das Erstgespräch soll dort stattfinden.
Unsere Erstgespräche machen wir immer zu zweit, möglichst ein Mann und eine Frau, weil Männer und Frauen unterschiedliche Sachen beobachten. Außerdem gehen immer diejenigen mit, die auch einen Platz frei haben, so dass ein neuer Klient nicht mit allzu vielen Gesichtern konfrontiert wird. Und damit er nicht alles drei Mal erzählen muss.
Roger meldet sich, er hätte Zeit und auch einen Vertretungsplatz frei, und würde mit mir zusammen da hin fahren.
Das freut mich. Roger mag ich gerne.
Ich rufe in der Uniklinik an und mache einen Termin aus.
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Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Action!!!
Es ist Mittag im Büro. Mein nächster Klient ist gerade zum Einzelgespräch erschienen, und ich kämpfe tapfer gegen ein Kreislauftief an.
Während ich hin und her laufe und Kaffeetassen in den Gesprächsraum trage, klingelt das Telefon.
Eine Krankenschwester von der B- Klinik Station 13 meldet sich.
Ich erfahre von ihr, dass meine Klientin Frau Wirr morgen früh in die Reha verlegt werden soll, nach Unterdorf. Das ist ungefähr eine Stunde Zugfahrt von Oberstadt entfernt.
Ich finde es sehr nett, dass sie mich darüber informiert. Wir sind an diesem Punkt so gar nicht verwöhnt. Ich habe vor einigen Wochen aus Versehen eine Tür aufbrechen lassen, während die Klientin schon lange in der Klinik war. (Diese Geschichte wird auch noch erzählt!)
Die Krankenschwester sagt, Frau Wirr hat keine Kleidung mehr, sie bräuchte bis morgen dringend ein paar Klamotten.
Ich setze mich erst mal.
„Das ist aber verdammt kurzfristig!“ sage ich zu der Schwester. „Kann Ihnen so was nicht ein bisschen früher einfallen?“ Die Schwester stottert ein bisschen und behauptet, sie hätten das auch gerade erst erfahren.
Ich könnte jetzt nachfragen.
Ich könnte meine Energie aber auch sinnvoller einsetzen.
„Ich weiß nicht, ob ich da heute noch was machen kann.“ Sage ich streng zu der Schwester. Vorsichtshalber.
Derweil rattert es schon in meinem Kopf.
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Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie: Vom Türen Aufbrechen. 1. Teil
Wenn jemand eine fremde Tür aufbricht, dann ist er entweder ein Einbrecher, oder er arbeitet bei der Feuerwehr.
Deswegen brechen wir Sozialarbeiter auch keine Türen auf. Aber wir sind vor Ort und kennen unsere Klienten. Wenn wir denken, dass Gefahr im Verzug ist, müssen wir die ganze Kette in Gang setzen, die manchmal damit endet, dass eine Tür aufgebrochen wird. Das ist nicht schön, und es kommt Gott sei Dank nicht allzu häufig vor.
Wenn eine Tür aufgebrochen wird, ist das immer ein spektakuläres und dramatisches Ereignis, für alle Beteiligten.
Und nachher hat man das Problem, wer die Tür repariert.
Wenn unsere Klienten in einer schlimmen Krise sind, versuchen wir deswegen beharrlich, Kontakt aufzunehmen, so lange, bis derjenige doch noch die Tür öffnet. Meistens schaffen wir es auch. Wir schaffen es auch oft, ihn zu überreden, freiwillig in die Klinik zu gehen, bevor es ganz schlimm wird. Aber nicht immer.
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Die Sozialarbeiterin und die Psychiatrie
Wenn ich auf einer Party bin und danach gefragt werde, was ich denn so mache, ziehe ich vorsichtshalber schon die Schultern hoch. Gleich passiert es wieder.
Ich sage: “Sozialarbeiterin“, und spüre prompt das erste Zurückweichen. Wenn dann sogar noch die höfliche Nachfrage kommt, was ich denn genau mache; und wenn ich dann erzähle, dass ich zu psychisch kranken Leuten nachhause gehe und ihnen helfe, mit ihrem Leben und ihrer Krankheit besser klar zu kommen, spätestens dann ist es so weit. Dann kommt’s wieder:
„Oh Gott, das könnt ich ja nie.“
Der Satz ist nicht lang, und so sehr viele Variationen gibt es nicht davon. Ich kenne alle.
Egal, wo ich gearbeitet habe, ob mit geistig Behinderten, mit Körperbehinderten, mit Alten, mit Kranken, oder wie jetzt mit psychisch Kranken, es ist immer der gleiche Satz gewesen.
Und ich habe ihn satt.
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Hochbegabte sind Spätzünder
Besondere kindliche Intelligenz liegt in Entwicklung der Hirnrinde - Sie wächst drei Jahre länger als bei normalen Kindern
Schon länger weiß man, daß das reine Volumen des Gehirns nichts über die Intelligenz aussagt. Forscher in den Vereinigten Staaten haben mehrere Jahre lang die Gehirne von Kindern mit MRI-Scans vermessen und kamen dabei zu dem Schluß, daß bei durchschnittlichen Kindern die Dicke der Hirnrinde etwa im Alter von 8 Jahren ihren Höhepunkt erreicht. Bei hochbegabten / hochintelligenten Kindern jedoch, die mit einer auffällig dünnen Hirnrinde ins Leben starten, dauert dieses Hirnwachstum zunächst sehr viel länger. Erst im Alter von 12 haben sie die maximale Dicke der Gehirnrinde ereicht. Dafür bechleunigt sich das Wachstum der Gehirnrinde im Alter von etwa 11 massiv, und ihre Hirnrinden sind auch dicker als die der Altersgenossen.
Offenbar liegt Hochintelligenz zumindest zum Teil in den Genen. Die Forscher stellen laut Scientific American aber heraus, daß auch eine Umgebung, die eine Vielfalt von Erfahrungen fördert und ermöglicht, intelligenzsteigernd wirkt.
Although such intelligence seems to be genetic, the child-rearing environment may play an even more critical role, the researchers stress. Studies in rats have shown that cortex thickness depends on the richness of experience.
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Spezialsprechstunde zur Diagnose von Autismus bei Erwachsenen
An der Universität Rostock behebt eine Spezialsprechstunde nun diesen Mangel. Journal Med berichtet:
Autismus ist eine Krankheit, die zwar in aller Munde ist, für deren Diagnose und Behandlung aber vielfach die Erfahrungen fehlen. Seit einem Jahr wird am Universitätsklinikum Rostock eine Spezialsprechstunde zur Erkennung autistischer Störungen bei Erwachsenen angeboten. So etwas gibt es bundesweit an keinem anderen Universitätsklinikum. Entsprechend gut ist die Resonanz, Patienten kommen nicht nur aus MV, sondern auch aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg oder sogar Sachsen-Anhalt.
Um Ärzte der Region und darüber hinaus fit für die Autismus-Diagnose zu machen, werden regelmäßig Weiterbildungsveranstaltungen abgehalten. Die nächste findet am Mittwoch, 25. Januar 2005, am Zentrum für Nervenheilkunde statt. Unter anderem berichtet eine Autistin von ihren Erfahrungen mit der Krankheit. Im März startet in Rostock ein Forschungsprojekt, das neue Erkenntnisse über Autismus liefern soll.
via Aspieforum.
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Daniel G. Amen - Healing ADD

Daniel G. Amen - Healing ADD
Wie der Titel schon deutlich macht, geht es hier vor allem um die 6 Typen ADD, die Amen anhand von unterschiedlichen Durchblutungsmustern im Gehirn und damit korrelierenden Verhaltens- und Reaktionsauffälligkeiten ausgemacht haben will. Diese 6 Typen nennt er Klassisches, Unaufmerksames, Überfokussiertes, Temporales, Limbisches und Ring-des-Feuers ADD. Diesen Typen ordnet er bestimmte Verhaltensweisen zu, und in einem Selbsttest soll der Leser sich selbst auch in einem - oder mehreren - dieser Typen wiederfinden können. Eine genaue Einordnung ist allerdings nur mit einem speziellen Hirnscan möglich, den Amen extra weiterentwickelt hat.
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Borderline-Syndrom
Morgen, am Dienstag, dem 20. Dezember, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung "Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Borderline-Syndrom
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Studiogast: Prof. Sabine Herpertz, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Rostock
Moderation: Carsten Schroeder
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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Prägung auf Esstörungen beginnt im Kleinkindalter
Little girls as young as three are being cautioned by their parents to watch their weight, according to researchers here. At the same time, three-year-old boys are being urged to eat hearty and become big guys.
Florida State University investigators have found that parents fret that their three-year-old sons aren't eating enough and that their three-year-old daughters are eating too much.
Although there was no difference in the body mass index measurements between the three-year-old boys and girls, mothers reported that their daughters ate enough food, but their sons did not (p<.01), the researchers reported in the December issue of International Journal of Eating Disorders. -- (via medpagetoday.com, free subscription required)
Sowohl Mütter als auch Väter berichteten über ihre Töchter, sie äßen genug oder zu viel, über die Söhne dagegen, sie äßen nicht genug, um mal starke Jungs zu werden. Bei gleichem BMI wurden die Kinder je nach Geschlecht als zu dünn oder zu dick eingestuft. Mit steigendem BMI (18 % der Kinder in der Studie waren übergewichtig) stiegen auch die Auseinandersetzungen der Eltern mit ihren Töchtern über das Essen, nicht jedoch mit den Söhnen.
Die Wissenschaftler befürchten, daß hier frühzeitig aufgrund von verinnerlichten gesellschaftlichen Schönheitsidealen die Weichen für Eßstörungen und auch Fehlernährung von Mädchen gelegt werden könnten.
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Radiotipp: DLF - Sprechstunde: Schizophrenie
Morgen, am Dienstag, dem 1. November, bringt der Deutschlandfunk im Rahmen seiner Sendung
"Journal am Vormittag" die
Sprechstunde: Schizophrenie
10:10 Uhr bis 11:30 Uhr, Deutschlandfunk
Moderation: Barbara Weber
Hörertel.: 00800 - 44 64 44 64
Hörerfax: 00800 - 44 64 44 65
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